Autotest

Audi A6: Klassische Linienführung und viel Hightech

Audis A6 treibt ein klassischer Verbrenner an, aber vieles zeigt in die automobile Zukunft.

Für viele Freunde der Marke mit den vier Ringen ist der A6 so etwas wie der Urmeter von Audi: souverän im Auftreten, ausgereift und gleichzeitig mit vielen Gustostückerln bestückt, die in die automobile Zukunft zeigen. Seit dem Vorjahr ist die neue Generation im Angebot. Sie wird von klassischen Verbrennungsmotoren angetrieben, schlägt als Mildhybrid aber eine Brücke zur E-Mobilität.

Der SN-Testwagen war mit dem 286 PS starken Sechszylinder-TDI,
also einem Kraftpaket erster Güte, ausgerüstet. Die Abgasreinigung mit allem technisch Machbaren nach der Norm Euro 6d-Temp macht den Diesel wieder salonfähig. Sollten irgendwo Fahrverbote ausgebrütet werden, dann kann das nicht grundsätzlich gegen alle Diesel gerichtet sein.

Bei diesem Auto bedeutet Mildhybrid, dass eine 48-Volt-Anlage und ein wassergekühlter Riemen-Starter-Generator an Bord sind. Das Start-Stopp-System wird etwa schon vor dem Stillstand bei rund 20 km/h aktiv, der A6 rollt bei abgeschaltetem Dieselmotor und die Batterie lädt sich auf, um beim Gasgeben dem Generator ausreichend Power für einen schnellen Neustart des Verbrenners zu geben. Es könnte aber einen Hauch flotter gehen. Das Rollen und Rekuperieren funktioniert auch bei mittlerem Tempo. Das Ganze schont den Dieselmotor und drückt ein wenig den Verbrauch. In Summe sollen bis zu 0,7 Liter Ersparnis/100 Kilometer herauskommen - ein Argument bei der Dienstwagensuche im gehobenen Bereich.

Zwar lässt Audi Luft nach oben für die A8-Region, aber gehoben und gediegen präsentiert sich der A6 in vielfältiger Weise. Das verschwenderische Platzangebot, die sanft schaltende Achtgang-Tiptronic, der Allradantrieb, wann immer er nötig ist, und die Fülle an Assistenzsystemen, die jede Menge Arbeit abnimmt, machen den A6 auch für anspruchsvolle Familien zu einer Überlegung.

Weiteres Schmankerl: Im Blickfeld sind drei Bildschirme für Infodaten und Bedienung positioniert. Knopferl drücken und drehen, das war gestern.

Im Test: Audi A6 50 TDI quattro Design

Test Audi A6 TDI quattro Design
Motor/Fahrwerk Sechszylinder-Diesel-Mildhybrid, 2967 ccm, 210 kW/286 PS bei 3500-4000 U/min, 620 Nm bei 2250-3000 U/min, Achtgang-Tiptronic, quattro-Allradantrieb.
Ausstattungshighlights Progressivlenkung, HD-Matrix-LED-Scheinwerfer, Drive select (Modi auto, comfort, dynamic, efficiency, individual), Audi connect, drei Cockpit-Bildschirme, B & O Premiumsound.
Maße/Gewichte L/B/H 4939/2110/1457 mm, Radstand 2924 mm, Wendekreis 12,1 m, 1990 kg, zul. 2475. Laderaum 520 l, Tank 63 l.
Fahren/Verbrauch Spitze 250 km/h, von 0 auf 100 km/h 5,5 Sek., Normverbrauch 5,6-5,7 l/100 km (146-150 g CO2, Euro 6d-Temp), Test: ca. 7,0 l.
Preis 69.255 Euro, Mehrausstattung Testwagen 90.726 Euro.

Aufgerufen am 16.07.2019 um 11:18 auf https://motor.sn.at/autotest/audi-a6-klassische-linienfuehrung-und-viel-hightech-69309775

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