Autotest

Beispielloser Aufstieg: der Seat Ateca

Das erste SUV von Seat ist jetzt noch ein Stück besser.

Kein ultimativer Hingucker, aber ein hoch- und vollwertiges Auto: der Seat Ateca. SN/mrazek
Kein ultimativer Hingucker, aber ein hoch- und vollwertiges Auto: der Seat Ateca.

Man schrieb das Jahr 2016. Damals, mit der Vorstellung des Ateca als ersten SUV der Marke, begann der bis dato beispiellose Aufstieg des ehemaligen Sorgenkinds des Volkswagen-Konzerns zum heutigen Vorzeigeschüler. Das liegt nicht nur am allgemeinen SUV-Boom, sondern auch an den individuellen Qualitäten des Ateca, der auch nach der jüngsten Modellpflege vor knapp einem Jahr die goldene Mitte im SUV-Trio zwischen dem kompakteren Arona und dem größeren Tarraco bildet.

Erwartungen an einen modernen Fünftürer

Trotz des dezenten Facelifts, das dem Ateca neben Voll-LED-Scheinwerfern und LED-Heckleuchten vor allem auch die aktuellste Generation des Infotainment-Systems brachte, ist der kompakte Spanier kein Auto, für das sich die Leute auf der Straße den Hals verrenken. Aber genau das macht die Qualität des Ateca aus. Denn ohne großartig aufzufallen, bietet der 4,3 Meter lange Fünftürer alles, was man sich von einem modernen SUV erwartet. Und eigentlich sogar noch viel mehr: Denn in der getesteten FR-Variante (steht für Formula Racing) leistet der Vierzylinder-Turbo satte 190 PS, die angenehm-cremig mittels 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auf alle vier Räder verteilt werden. Vor allem im schneeerfahrenen Westösterreich stellt der Ateca damit eine spannende 4x4-Alternative zu den bekannten Allrad-Verdächtigen dar. Optional gibt's ihn auch als 2WD.

IM TEST



Seat Ateca FR 2.0 TSI DSG 4Drive
SUV, fünf Sitzplätze, Vierzylinder-Benziner mit 140 kW/190 PS, 7-Gang-DSG, Allrad, Verbrauch 8,3 Liter, CO2: 186 g/km, im Test 9,1 Liter, Preis ab 39.284 Euro, Testfahrzeug: 52.815,83 Euro.

Was gefällt:
Die Unaufgeregtheit, mit der Seat qualitativ hochwertige Autos für dich und mich baut.

Was weniger gefällt:
Mit dem Erfolg stieg auch der Anspruch und damit der Preis. Wer keinen Allrad braucht, startet mit dem 150-PSler ab 34.810 Euro.

Was überrascht:
Wie schnell das vor Kurzem noch ungewohnte Infotainment-System ins Blut übergeht.

Perfekt für:
Ja, für wen eigentlich nicht? Das Image als Arme-Leute-VW ist definitiv passé.

Aufgerufen am 29.11.2021 um 10:06 auf https://motor.sn.at/autotest/beispielloser-aufstieg-der-seat-ateca-112164355

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