Autotest

Der erste Schritt in die elektrifizierte Welt von Renault

Clio Hybrid: Für die, die erstmals in die elektrifizierte Welt von Renault eintauchen wollen.

Der neue Clio Hybrid SN/kuntschik
Der neue Clio Hybrid

Vor dem Start des Clio mit dem neugierig machenden Zusatz "E-Tech" ein Blick in die Zulassung. Was, nur 90 PS? Hm, schon länger nicht derart "untermotorisiert" unterwegs gewesen. Dachte ich.

Aber dann sind da ja noch der E-Motor mit auch 49 PS, der 205 Newtonmeter schafft, und ein Startergenerator mit 15 kW. Der Verbrenner lädt via Generator den kleinen Stromspeicher (nur 1,2 kWh). Das bedeutet: Jedes Anfahren beginnt elektrisch. Die Blicke gehen dann öfter in das linke Rundelement, wo der Ladestand der Batterie in dezentem Blau leuchtet. Und siehe da, bei jedem "Lupfen" (vom Gas gehen) oder Bremsen wird rekuperiert, so ist die Batterie vor allem im Stadtverkehr nahezu immer fast voll. Und das ermöglicht, wieder ein paar Hundert Meter elektrisch zu rollen. Mit dem gewohnten Nachteil jedes Automobils, das Batterien mitschleppt: Plus 150 Kilogramm zu den "gewöhnlichen" Clios, also 1323 Kilogramm Leergewicht des E-Tech.

Schon bei der ersten Überlandfahrt wird augenscheinlich: Die PS-Kombi reicht für durchaus flottes Fahren. Dass der Spaß nicht zu kurz kommt, dafür sorgt der Clio auch durch seine Kompaktheit (gerade vier Meter kurz), die es allerdings im Fond schon etwas eng werden lässt. Aber dafür sind Wendigkeit und auch Parkraumbedarf Vorzüge. Natürlich ist der neue Clio auch ausstattungsmäßig à jour: Im digitalen Cockpit gibt es viele Infos, aber nicht so viele, dass sie ablenken. Und trotz des um drei Liter kleineren Tanks (man braucht ja Raum für die Batterie) als bei den reinen Verbrennern reichen die 39 Liter plus E-Unterstützung für 650 Kilometer Reichweite. Die Statistik sagt uns: "626 Kilometer zurückgelegt, davon 226 elektrisch. 15,8 kWh zurückgewonnen." Na bitte. Den Clio E-Tech gibt es nur in der für ihn reservierten einzigen Ausstattung "Limited Edition", doch da sind z. B. Multi-Sense (drei Fahrmodi), Multimedia mit dem 9,3-Zoll-"Tablet"-Touchscreen, Rückfahrkamera (wichtig!), Einparkhilfe vorn und Dekorpakete inklusive. Im Testwagen kamen als Extras u. a. City- (Hands-free-Parking, Rundummonitor) und Winterpaket (Sitzheizung vorn, beheiztes Lenkrad etc.) um knapp 2200 dazu. Macht in Summe 27.750 Euro. Die Basis des E-Tech kostet mit 25.590 um rund 2000 Euro mehr als der TCe 90 Initiale.

Im Test: Renault Clio E-Tech Limited Edition

Vierzylinder-Saugbenziner, 1598 ccm, 67 kW/90 PS (144 Nm) plus E-Motor 36 kW/49 PS (205 Nm) - Systemleistung 103 kW/140 PS. Frontantrieb, Hybridautomatikgetriebe (2x4), Verbrauch kombiniert 4,3-5,1 l/100 km (96-114 g CO2), im Test: 5,4 l plus 5,3 kWh/100 km. Preis: 25.590 Euro, Testwagen 27.750.

Was gefällt:
Es geht mehr elektrisch als angenommen, weil die Hybridtechnik effizient wirkt.

Was weniger gefällt:
Notbremsassistent/Kollisionswarnung bei etwas Regen/Schnee sofort "außer Betrieb".

Was überrascht:
Fahrdynamik und Elastizität.

Perfekt für:
Erstes Schnuppern in elektrifiziertes Fahren.


Aufgerufen am 24.10.2021 um 08:11 auf https://motor.sn.at/autotest/der-erste-schritt-in-die-elektrifizierte-welt-von-renault-101861482

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