Autotest

Der Ford Fiesta zeigt als Active in Richtung SUV

Der neue Ford Fiesta Active überzeugt im robusten SUV-Look.

Als Active: Höher, aber immer noch Fiesta. SN/ofb
Als Active: Höher, aber immer noch Fiesta.

Wie baue ich ein Auto mit SUV-Eigenschaften, ohne es der teilweise übertrieben geführten SUV-Debatte auszusetzen? Wie wir wissen, werden die im weiten Feld der Sport Utility Vehicle tatsächlich vorhandenen (und bei uns äußerst selten anzutreffenden) Spritvernichter in Dino-Dimensionen von Auto-Kritikern gerne als Maßstab für diese Kategorie genommen - und pauschal alle SUV beschimpft.

Ford verknüpft SUV-Vorzüge wie erhöhte Geländetauglichkeit und bessere Rundumsicht mit etablierten Baureihen. Heraus kommen praktische und benutzerfreundliche Autos, die keine Gedanken an "Hoppla, jetzt komm' ich" keimen lassen. Zusatzbezeichnung: Active. Mit dem Fiesta begann es.

Erstaunlich, was eine um 19 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit und eine um zehn Millimeter verbreiterte Spur sowie Retouchen bei den Stoßfängern oder Radkästen bei einem Auto ausmachen. Dieser Fiesta wirkt massiver und das Einsteigen ist einfacher als beim Grundmodell. Das neu abgestimmte Fahrwerk überzeugt mit der bei Ford auch bei den Kompakten gewohnten Brillanz. Kurven fahren macht Freude. Bei der Fahrdynamik besteht die Wahl zwischen den drei Modi normal, rutschig und Eco. Die Unterschiede sind spürbar, aber nicht kolossal.

Bei der Motorisierung folgt Ford beim Fiesta Active dem Downsizing-Trend. Unser Dreizylinder- Turbobenziner leistete für flottes Vorankommen ausreichende 100 PS. Das "Fehlen eines Zylinders" wird weder durch erhöhte Vibrationen noch durch unangenehmes Geräusch wahrgenommen. Der Verbrauch pendelt sich bei sechs bis sieben Litern ein.

Die tollen Sportsitze gehören zum Active, das beheizbare Lenkrad, die Sprachsteuerung oder die Rückfahrkamera sind zwar aufpreispflichtig, aber lohnende Investitionen. Immerhin gibt es um den Testwagen-Preis von 22.361 Euro ein Auto für alle Tage, das kaum Wünsche offenlässt.

Im Test: Ford Fiesta 1,0 EcoBoost Active

Test Ford Fiesta 1,0 EcoBoost Active
Motor/Fahrwerk Dreizylinder-Turbobenziner, 998 ccm, 74 kW/100 PS bei 4500-6500 U/min, 170 Nm bei 1500-4000 U/min., Sechsgang-Schaltgetriebe, drei Fahrmodi (normal, rutschig, Eco), elektro-mech. Lenkung, Berganfahr-Assistent.
Ausstattungshighlights Fahrspur-Assistent inkl. Fahrspurhalte-Assistent (Warnung, Lenkeingriff) und Forward-Alert (Auffahrwarnsystem), Rückfahrkamera, beheizbares Lederlenkrad, Klimaautomatik, Navi-Paket, Sprachsteuerung.
Maße/Gewichte L/B/H 4068/1756/1495 mm, Radstand 2493 mm, Wendekreis 10,4 m, 1190 kg, zulässig 1675 kg; Kofferraum 269-1770, Tankinhalt 42 l.
Fahren/Verbrauch Spitze 181 km/h; von 0 auf 100 km/h in 11,2 Sek.; Verbrauch 4,6 l/100 km (komb.), CO2: 105 g/km (Euro 6d-TEMP); im Test: rund 6 l.
Preis 18.250 (Active), Testauto 22.361 Euro.

Aufgerufen am 19.06.2019 um 01:42 auf https://motor.sn.at/autotest/der-ford-fiesta-zeigt-als-active-in-richtung-suv-70316617

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