Autotest

Erstes Kennenlernen mit dem Enyaq Coupé iV

Beim "Covered Drive" rund um München konnten wir die für 2022 avisierte Coupé-Version des Enyaq iV testen. Ein "First Encounter" mit dem schöneren Elektro-Škoda.

Ein schöner Rücken kann entzücken: der Enyaq Coupé iV noch in Tarnfolie. Ein finales Urteil gibt es im Dezember.  SN/škoda
Ein schöner Rücken kann entzücken: der Enyaq Coupé iV noch in Tarnfolie. Ein finales Urteil gibt es im Dezember.

Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Wobei die obligatorische Tarnfolie ein ernsthaftes Urteil über die Optik der zukünftigen Coupé-Variante des Elektro-Bestsellers von Škoda zumindest erschwerte. Doch man muss kein Wahrsager sein, wenn man dem Enyaq Coupé iV ähnlich große Erfolgschancen einräumt wie dem hierzulande bereits seit mehreren Monaten erhältlichen "normalen" Enyaq iV. Während dieser weltweit bereits 70.000 Mal bestellt wurde, wird das elegantere, aber nur minimal weniger praktische Coupé im kommenden Dezember in Prag seine Weltpremiere feiern. Dann naturgemäß ohne Tarnkleid.

Faktencheck zum Enyaq Coupé iV

Doch nun zu den Fakten. Bis zur B-Säule unterscheidet sich das Coupé nicht vom bekannten Enyaq. Ab dort fällt das Dach jedoch elegant nach hinten ab, den Abschluss bildet die Škoda-typisch große Heckklappe, deren Knick gleichzeitig die aerodynamisch günstige Abrisskante bildet. Stichwort Luftwiderstand: Der liegt mit einem Wert von 0,247 beim Coupé wenig überraschend nochmals niedriger als beim bereits bekannten Enyaq iV. Erstaunlich: Der Kofferraum ist beim Coupé mit 570 Litern (im Vergleich zu 585 Litern) nur marginal kleiner.

Ein echter Gamechanger im Innenraum ist hingegen das serienmäßige Glasdach, das sich wie bei einer Sternwarte fugenlos vom Rahmen der Windschutzscheibe bis zur Heckklappe erstreckt. Geöffnet werden kann es nicht, mit enormem Aufwand und diversen Beschichtungen haben es die Škoda-Techniker nach eigenen Angaben aber geschafft, das Licht hereinzulassen, die Hitze jedoch draußen zu halten. Während der knapp 100 Autobahn- und Landstraßenkilometer rund um die bayerische Landeshauptstadt an einem milden Spätsommertag hielt das Dach, was die Ingenieure versprachen.

Maximale Ladeleistung von 170 Kilowatt

In unseren Breitengraden viel relevanter ist die Tatsache, dass das Enyaq Coupé vom Marktstart Anfang 2022 weg gleich von einer Software-Aktualisierung der MEB-Plattform profitieren wird, wodurch die maximale Ladeleistung von derzeit 125 auf maximal 170 Kilowatt steigen wird. Wie die anwesenden Ingenieure verrieten, sind auch spätere Steigerungen bei der Reichweite durch Software-Updates nicht ausgeschlossen. Das Enyaq Coupé wird in der Variante iv 60 mit einer Brutto-Akkukapazität von 62 kWh sowie als iV 80 mit 82-kWh-Batterie angeboten. Bei beiden Modellen werden die Hinterräder angetrieben, darüber hinaus sind der Allradler iV 80x sowie die besonders sportliche Sportline-Version ebenfalls bereits ab dem Marktstart erhältlich.

Aufgerufen am 29.11.2021 um 08:51 auf https://motor.sn.at/autotest/erstes-kennenlernen-mit-dem-enyaq-coupe-iv-110878747

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