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Ford Fiesta 1,0 EcoBoost - lieblich ist er nur äußerlich

Neues Design, bewährter Motor: Der 125 PS starke Dreizylinder passt perfekt in den Ford Fiesta.

Auch die Autobranche ist Trends unterworfen. Einige Zeit war es der Kombi, der besonders angesagt war, aktuell sind SUVs in allen Größen und Preisklassen die gefragtesten Modelle.

Aber es gibt auch Konstanten. Der Ford Fiesta zum Beispiel ist so ein Dauerläufer. Seit dem Produktionsanlauf der ersten Generation vor 41 Jahren (1976) wurden bis heute nicht weniger als 17 Millionen Fiesta produziert.

Nun schickt Ford die achte Generation ins Rennen. Die Kölner haben das Fiesta-Werk um 293 Millionen Euro ausgebaut, um auch die neuesten Technologien in den Kleinwagen einbauen zu können.

Beim Design ging Ford sehr behutsam vor, der liebliche, zugleich aber auch dynamische Eindruck sollte erhalten bleiben. Nicht von ungefähr stehe der Fiesta im Kleinwagensegment noch immer an der Spitze, erklärt Joel Piaskowski, der Design-Direktor von Ford Europa. "Wir haben nun dieses Design weiterentwickelt, und zwar in Richtung zeitgemäß, ohne dabei allerdings die
,Fiesta-ness' aufzugeben."

Lieblich war unser Testwagen allerdings nur äußerlich. Wirklich bemerkenswert ist der turboaufgeladene, 1,0 Liter "kleine" EcoBoost-Benziner, der auch im Fiesta verbaut wird.

Der 125 PS starke Dreizylinder-Motor wurde erst im Juni dieses Jahres zum sechsten Mal in Folge als "Internationaler Motor des Jahres" ausgezeichnet - und zwar in der Kategorie "Bester Motor bis 1 Liter Hubraum". Zuvor hatten über 60 internationale Fachjournalisten Benzin-Direkteinspritzer auf Aspekte wie Leistung, Wirtschaftlichkeit, Technologien und Fahrverhalten beurteilt.

In den Jahren 2012, 2013 und 2014 hatte dieses Triebwerk zusätzlich auch die "Engine of the Year"-Gesamtkategorie gewonnen - als erster Motor drei Mal in Folge. In den nur 1,1 Tonnen schweren Fiesta passt der Motor wie die Faust aufs Auge.

Attraktiv ist auch der Preis zur Markteinführung. Ford bietet den Fiesta bei Finanzierung über die Ford Bank ab 10.990 Euro (70 PS/Ausstattung Trend) an, der normale Listenpreis beträgt 12.650 Euro.

Der Fiesta mit dem 125 PS starken EcoBoost-Motor ist in der Ausstattungsvariante Titanium ab 18.000 Euro erhältlich. Dafür bekommt man nicht nur einen flotten Kleinwagen, der allen Trends in der Autobranche trotzt, sondern auch noch mehr, als der Fiesta in seinen Vorgänger-Generationen geboten hat.

So ist der Neue um sieben Zentimeter länger und eineinhalb Zentimeter breiter, der Radstand wuchs auf knapp zweieinhalb Meter. Dazu verfügt der Fiesta 2017 als erster Ford über den Pre-Collision-Assist mit Fußgängererkennung auch bei Nacht sowie das Multimediasystem SYNC 3 mit 6,5 Zoll großem Touchscreen-Display.

Und wer vom Dauerläufer Fiesta gar nicht genug bekommen kann, für den hat Ford noch weitere Ausführungen in der Pipeline: etwa den edlen "Vignale" oder die sportliche "ST-Line". Das robuste Crossover-Modell "Active" und das Rennpferd "ST" folgen Anfang 2018.

Technische Daten

Ford Fiesta 1,0 EcoBoost

Motor/Fahrwerk

1,0-Liter EcoBoost-Benziner mit Turboaufladung,

3 Zylinder, Hubraum 999 ccm, 92 kW/125 PS bei 6000 U/min, 170 Nm bei 1400 bis 4000 U/min, 6-Gang-Schaltgetriebe, Vorderradantrieb.

Maße/Gewichte

L/B/H 4040/1735/1476 mm, Radstand 2493 mm, Bodenfreiheit 133 mm, Türen 2/Sitze 5, Leergewicht 1144 kg, max. Zuladung 506 kg, Kofferraum 292 bis 1093 l, Tank 42 l.

Fahren/Verbrauch

Spitze 195 km/h, 0 auf auf 100 km/h in 9,9 Sek., Verbrauch laut Werk: 5,4/3,6/4,3 l (98 g CO2),

im Test 5,8 l/100 km.

Preis

ab 18.000 Euro (Titanium), Testwagen inkl. Winterpaket, Fahrer-Assistenz, Panorama-Schiebedach, Spezial-Lackierung etc. 23.888 Euro.

Aufgerufen am 21.02.2019 um 03:15 auf https://motor.sn.at/autotest/ford-fiesta-1-0-ecoboost-lieblich-ist-er-nur-aeusserlich-21191539

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