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Ford Mustang - der Wilde aus dem Westen kann zahm sein

Ford verpasste dem in Europa wieder erhältlichen Mustang eine Modellpflege. Damit wird er hochmodern, doch der ursprüngliche Fahrspaß bleibt.

Auch der wilde Mustang (vorn) kann sich so zahm geben wie die Artgenossen dahinter.  SN/gk
Auch der wilde Mustang (vorn) kann sich so zahm geben wie die Artgenossen dahinter.

Der Ford Mustang ist eine echte Ikone

In Nordamerika ist er fast schon seit der Einführung in den 1960ern eine Ikone. In Europa ist der Ford Mustang ein Nischenprodukt, das zeitweise vom Markt war und seit drei Jahren wieder eingeführt wird: der Ford Mustang. Nische? Kaum mehr, denn über 30.000 verkaufte Mustangs in Europa seither sprechen wohl dafür, dass es genügend Liebhaber für den Wilden aus dem Westen gibt. Und nun ist auch schon das erste Facelift des neuen Mustang erhältlich.

In 4,8 Sekunden auf 100 km/h

Wilder? Rein von den technischen Daten in der starken Version mit dem um 30 PS auf 450 aufgepäppelten V8, 4,6 Sekunden dauert der Sprint auf 100 km/h mit der Sechsgangschaltung (ein paar Zehntel weniger mit der optionalen Zehngangautomatik). Doch halt: Wer sich auf Österreichs meist verstopften Straßen an die Limits hält (und das tun wir doch alle!), kommt durchaus mit einem Verbrauchsschnitt von unter zehn Litern über die Runden - im SN-Test waren es 9,7. Also kann der Wilde auch ziemlich zahm sein, und es war festzustellen: Auch da macht er mächtig Spaß. Und mit der sinnigerweise "Guter Nachbarschaftsmodus" genannten Lärmreduktion gibt er sich dann ganz milde.

Der Ford Mustang wird noch sportlicher

Das Facelift sollte den Ford Mustang noch sportiver erscheinen lassen, was durch die Frontpartie (LED-Scheinwerfer, Einlässe) und auch neue Farben wie das Orange in Tri-Coat-Lackierung um knapp 2000 Euro) gelingt.
Wer sich den Ford Mustang V8 gönnt, wird wohl auch auf das optionale adaptive Dämpfersystem (3000 Euro extra) zurückgreifen. Vorn findet man ausreichend Platz für ein Sportcoupé, hinten keinen, dafür ist der Kofferraum durchaus okay. Mit den Assistenten (Kollisionswarner, Fußgängererkennung, Fahrspurhalter), diversen Fahrmodi und einem digitalen Cockpit ist der Mustang zeitgemäß, mit Kippschaltern gibt es einen Hauch Retro. Und die Einstiegsbeleuchtung zeigt gleich: Mustang!

Im Test: Ford Mustang V8 Fastback

Motor/Fahrwerk: V8-Benziner mit Direkteinspritzung, 4951 ccm, 331 kW/450 PS bei 7000 U/min, 529 Nm bei 4600 U/min, Sechsgangschaltung, Heckantrieb.
Maße/Gewichte: L/B/H 4794/2080/1381 mm, Radstand 2720 mm, 1818 kg, Laderaum 408 l, Tank 61 l.
Fahren/Verbrauch: Spitze 250 km/h, Beschleunigung auf 100 km/h 4,6 Sek. Verbrauch: 16,6/8,8/12,4 l/100 km (277 g CO2, Euro 6c), im Test: 9,7 l.
Preis:
60.450 Euro; Testwagen (Premiumpaket 3211, Navigation inkl. Sync 3 1819, adaptives Dämpfungssystem 2997) 70.405 Euro.

Aufgerufen am 15.11.2018 um 05:13 auf https://motor.sn.at/autotest/ford-mustang-der-wilde-aus-dem-westen-kann-zahm-sein-39337276

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