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Forester, gefunden

Subaru runderneuert den Bestseller Forester.

Ein Klassiker mit moderner Technik: die fünfte Generation des Subaru Forester. SN/mrazek
Ein Klassiker mit moderner Technik: die fünfte Generation des Subaru Forester.

Wer einen Subaru fährt, der steht nur äußerst selten im Verdacht, ein oberflächlicher Haudrauf zu sein. Anders formuliert: Seit jeher steht der japanische Nischenhersteller für solide, sichere und technisch gut durchdachte Fahrzeuge. Bei der Optik polarisiert Subaru damals wie heute. Die einen lieben die manchmal etwas eigenwillig wirkende Linienführung, während andere nur den Kopf schütteln.

Bei der neuen, fünften Generation ist dem Forester nun leider etwas von dieser Unverwechselbarkeit verloren gegangen. Auf Basis der Subaru Global Platform (SGP) gewinnt der Forester spürbar bei Performance und Handling, ähnelt nun aber im Grunde jedem zweiten mittelgroßen SUV. Den Verkaufszahlen dürfte es nicht schaden, wenngleich der Bestseller der Marke mit weltweit über 3,76 Millionen verkauften Einheiten 2018 zumindest hierzulande vom XV übertrumpft wurde. Neben dem markentypischen Allradantrieb hat Subaru mit dem Thema Sicherheit ein zweites Aushängeschild - und das zu Recht: Erst im Jänner wurde der neue Forester vom Euro NCAP zum sichersten Fahrzeug seiner Klasse gekürt. Vor allem das vielfach ausgezeichnete Fahrassistenzsystem EyeSight überzeugt im Fahralltag durch zielgenaue, aber angenehm zurückhaltende Eingriffe. Clever ist auch das in dieser Form einzigartige Driver Monitoring System.

Was den Antrieb angeht, kämpft der Forester leider mit den gleichen Herausforderungen wie der kürzlich in den SN getestete Subaru XV. Hier wie dort kann der "e-Boxer" genannte Mild-Hybrid-Antrieb die in ihn gesetzten Hoffnungen nur unzureichend erfüllen. Das Problem liegt - soweit im Praxistest beurteilbar - in der Feinabstimmung zwischen Verbrenner und Elektromotor. In der Theorie soll der Forester vollautomatisch bis zu einem Tempo von 40 km/h rein elektrisch fahren und danach den Benziner zwecks effizienter Beschleunigung unterstützen. In der Praxis tut einem der E-Motor fast ein wenig leid, weil er - zumindest was das subjektive Empfinden angeht - viel zu oft vom Benziner overrult wird. Das ist schade. Vor allem, weil der Forester ansonsten ein rundum gelungenes Auto ist.

Im Test: Subaru Forester 2.0i e-Boxer Premium

Mild-Hybrid-SUV mit Vierzylinder-Benziner mit 110 kW/150 PS, E-Motor mit 12,3 kW/16,7 PS, Allrad, Siebengang-CVT-Automatik, Verbrauch 8,1 l, CO2: 185 g/km, im Test 8,9 l, Preis ab 36.990 Euro, Testfahrzeug: 44.990 Euro.

Was gefällt:
Die Verarbeitungsqualität und die unaufgeregten Fahrassistenzsysteme.

Was weniger gefällt:
Die Abstimmung des Mild-Hybrid-Antriebs.

Was überrascht:
Der hohe Verbrauch trotz E-Unterstützung.

Perfekt für:
Subaru-Fans, die großen Wert auf die markentypischen Stärken legen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 27.10.2020 um 04:31 auf https://motor.sn.at/autotest/forester-gefunden-92948548

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