Autotest

Hyundai i20 - ein kleiner Einheizer

Der Vier-Meter-Wagen aus Korea bietet einiges an Überraschungen.

Facelift, dicke Ausstattung: Hyundai i20. SN/christian Sprenger
Facelift, dicke Ausstattung: Hyundai i20.

Der Modellzyklus in der Automobilbranche beträgt plus/minus um die fünf Jahre. Und es war im Jahr 2014, als Hyundai die zweite Generation seines Kleinwagens i20 auf den Markt brachte. Und sich gegen VW Polo, Škoda Fabia, Ford Fiesta und zahlreiche andere Kleine durchaus behaupten konnte.

Branchenüblich schlug dem i20 nun die Stunde des sogenannten Facelifts. Das heißt: Die Koreaner behübschten das Aussehen des vier Meter kurzen Modells und spendierten ihm vor allem ein Ausstattungspaket, das Vorurteile betreffend koreanische Kleinwagen durchaus ins Wanken bringen kann.

So gibt es der i20 der Konkurrenz etwa kalt-warm: Unter anderem mit gekühltem Handschuhfach oder für die Verfrorenen mit Sitzheizung beiderseits vorn und beheizbarem Lenkrad - Features, die wir frühestens in der gehobenen Kompakt-/Mittelklasse erwarten würden.

Im Antrieb stehen i20-Interessenten vier Aggregate zur Auswahl: zwei 1,25-l-Vierzylinder (75 bzw. 84 PS) sowie zwei Einiter-Dreizylinderturbos (100 bzw. 120 PS).

Unser Testwagen war der mit den 84 PS. Das ist nun kein Brüller, was Fahrleistungen anbelangt. Aber die Kombination Kleinwagen/Rennpferd ist ohnehin grenzwertig, und dort, wo ein i20 sich wohlfühlt (Ballungsraum), auch gar nicht notwendig.

Also strapazierten wir das Gaspedal nicht arg und konnten die von Hyundai versprochenen Verbrauchswerte (5,5 Liter/Mix) im Wesentlichen einhalten.

Um es ganz genau zu dokumentieren: Der erste Testzyklus war von Kurzstrecken/Stadtfahrten dominiert und umfasste 457,2 Kilometer. 31,65 Liter Superbenzin verbrannten dabei in den vier Zylindern, macht einen 100-Kilometer-Schnitt von 6,92 Litern aus. Im Teil II unseres Tests hielten wir uns hingegen meist auf Bundesstraßen/Autobahnen auf. Die Bilanz: 525,5 Kilometer/29,48 Liter ist gleich viel wie 5,61 l/100 km.

Weil vorher übrigens von "strapazieren" die Schreibe war: Der dick ausgestattete Kleine kostet neu 16.290 Euro - wie der Verbrauch ein überschaubarer Wert.

Facelift, dicke Ausstattung: Hyundai i20. SN/christian Sprenger
Facelift, dicke Ausstattung: Hyundai i20.

Im Test: Hyundai i20

Motor/Fahrwerk: Vierzylinder-Benziner, 1248 ccm, 61,8 kW/84 PS bei 6000 U/min; 121,6 Nm/4000; Frontantrieb, Fünfgangschaltung.
Ausstattungshighlights: Beheizbares Lederlenkrad, Audiosystem mit Siebenzoll-Farbdisplay, Android Auto/Apple Car Play; Rückfahrkamera etc.
Maße/Gewichte: L/B/H 4035/1734/1474mm; 1158 kg; Kofferraum 326-1042 l;Tank 40 l.
Fahren/Verbrauch: Spitze 170 km/h; 0-100 in 12,8 Sek.; 4,7/6,8/5,5 l/100 km ; CO2: 126 g/km (Euro 6d); im Test: 5,61 Überland und 6,92 l auf Kurzstrecken (jeweils pro 100 Kilometer).
Preis: Einstieg: 12.490 Euro; Testauto (First Edition 3): 16.290.

Aufgerufen am 16.12.2018 um 08:52 auf https://motor.sn.at/autotest/hyundai-i20-ein-kleiner-einheizer-61770001

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