Autotest

Im Test: Škoda Octavia Scout

Pfadfinder in vierter Generation: Mit dem Scout komplettiert Škoda die Octavia-Familie - vorerst nur mit dem 200-PS-Diesel.

Erkennbar an den silberfarbenen Details: der Scout. SN/florian t. mrazek
Erkennbar an den silberfarbenen Details: der Scout.

Wie wichtig der Scout für die Marke Škoda in Österreich ist, zeigt auch der Umstand, dass man den Offroader unter den Octavias entgegen dem internationalen Trend hierzulande weiterhin ausschließlich als Allradler anbietet. Den Anfang macht ab sofort der stärkste Diesel mit 200 PS, später im Jahr werden der 150-PS-Selbstzünder sowie ein TSI mit 190 PS nachgereicht.

Bei Kernkompetenzen nachoptimiert

Bei den Kernkompetenzen des Scout haben die Tschechen im Detail nachoptimiert: Die neue elektronisch geregelte Lamellenkupplung ist um 0,8 Kilogramm leichter als beim Vorgänger, was den Allradantrieb effizienter macht. So richtig Meter macht man beim Spritsparen allerdings hauptsächlich durch die Tatsache, dass sich der Allrad nur dann in Sekundenbruchteilen dazuschaltet, wenn die Elektronik laut nach Traktion schreit. Auf der eisglatten Wiener Höhenstraße funktionierte das im Test hervorragend. Das Schlechtwegepaket sorgt beim Scout serienmäßig für eine um 15 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit, die adaptive Fahrwerksregelung DCC ist optional.

Als einziges Octavia-Derivat bietet der Scout auf Wunsch eine zusätzliche Offroad-Funktion, die unter anderem auch einen Bergabfahr-Assistenten umfasst. Erfahrene Scout-Fahrer können sich zudem auf das Head-up-Display, die Voll-Matrix-LEDs sowie die Armee elektronischer Helferlein freuen, darunter jetzt auch Assistenten fürs Ausweichen und Abbiegen. Neu ist auch der vergleichsweise winzige Hebel fürs DSG-Getriebe.



Škoda Octavia Scout 2,0 TDI 4x4

Allrad-Kombi mit Vierzylinder-Turbodiesel, 1968 ccm Hubraum, 147 kW/200 PS, 7-Gang-DSG-Getriebe, Verbrauch (WLTP) 5,7-6,2 l (im Test 6 ,7 l), CO2 150-162 g/km, Preis Testfahrzeug 42.770 Euro, Einstieg 40.860 Euro (2,0 TDI mit 150 PS).

Was gefällt:
Der Offroad-Assistent und das Schlechtwegepaket.

Was weniger gefällt:
Dass ab sofort nur die teuerste Motorisierung verfügbar ist.

Was überrascht:
Dass alternative Antriebe im Scout nicht vorgesehen sind.

Perfekt für:
Teilzeit-Offroader und jene, die gern deren Image hätten.

Aufgerufen am 24.10.2021 um 06:24 auf https://motor.sn.at/autotest/im-test-koda-octavia-scout-100460308

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