Autotest

Škoda Karoq Sportline TSI: Nützlich, aber nicht ganz billig

Der frische Karoq bewahrt markentypische Vorzüge. Aber günstig ist relativ. Der Škoda Karoq Sportline TSI im SN-Test.

Aufgefrischtes Design, markentypische Qualität: Škoda Karoq. SN/škoda
Aufgefrischtes Design, markentypische Qualität: Škoda Karoq.

Auf den ersten Blick fällt auf: Da hat die Designabteilung vor allem beim Exterieur ordentlich zugelangt. Der neue hexagonale und breit gewordene Grill verheißt modernes Auftreten, ebenso die schmäleren Scheinwerfer und der Heckspoiler.

Innen ist Gewöhnung im Cockpit angesagt, bis man alle Funktionen am Lenkrad "im Griff" hat (obwohl sie einfach zu erreichen sind). Denn es gilt zwischen fünf Ansichten der digitalen Anzeigen zu wählen. Und wer die 13 Menümöglichkeiten des Infotainments (inklusive aller Konnektivitätsoptionen) beherrscht, der kann entspannt die Fahrt beginnen.

Laufruhe, Leistung und Verbrauch gefallen

Beim Fahren gefällt der 150-PS-Turbobenziner mit Sieben-Gang-DSG und Frontantrieb durch Laufruhe, ausreichende Leistung (besonders im Sportmodus) und einen Verbrauch, der sehr vom Gemüt des Lenkers (sorry, auch der Lenkerin!) abhängt. Der schwankt dann zwischen deutlich unter sechs Litern bei defensiver Überlandfahrt und über acht im Stadtstau. Mit dem 50-Liter-Tank sind im Schnitt 660 Kilometer Reichweite möglich. Mit dieser Motorisierung kommt auch das Abschalten von zwei Zylindern ("Segeln") dem Verbrauchsschnitt zugute.

Vorzüge der Marke auch beim Karoq Sportline TSI

Der geliftete Karoq behält natürlich die üblichen Vorzüge der Marke. Platz ist genug im Passagier- und Laderaum (450 Liter), damit bei nur 4,39 Metern Länge auch genug Beinfreiheit im Fond. Und der Markenclaim "Simply clever" wird selbstredend hochgehalten: Viele Ablagen (die Armlehne im Fond mit Becherhaltern), Telefonbox mit kabellosem Laden, Schirmfach unter dem Sitz, USB-Anschluss und Steckdose auch im Fond. Freilich summieren sich die Extras des Testwagens beträchtlich: Für das Pano-Glasdach werden knapp 1200 Euro in Rechnung gestellt, eine schwenkbare Anhängerkupplung kostet 760, die Drei-Zonen-Klimaautomatik knapp 300, diverse Assistenten rund 3000 Euro. Damit steht der Test-Karoq bei 47.000 Euro, und da sind die Sitze aus Stoff (allerdings wie einiges Interieur aus nachhaltigem Material), die Sitzverstellung erfolgt manuell.

IM TEST



Škoda Karoq Sportline TSI

Kompakt-SUV, Turbobenziner mit 1,5 Litern Hubraum/150 PS/250 Nm; 7-Gang-DSG, Frontantrieb. Verbrauch lt. Hersteller 6,4 l/100 km (144 g CO2/km), im Test: 6,6 l. Preis: 40.140 Euro, Testwagen 47.348; Einstieg (110 PS TSI Ambition) 29.280 Euro.

Was gefällt:

Dass Škodas Markenzeichen erhalten blieb: viel Platz, viele nützliche Details.

Was weniger gefällt:

Es braucht eine Einschulung für alle Lenkradfunktionen und das Infotainment.

Was überrascht:

Mit einigen Extras preismäßig auch schon in der Mittelklasse.

Perfekt für:

Familienausflüge genauso wie Geschäftsreisende.

Aufgerufen am 04.12.2022 um 04:01 auf https://motor.sn.at/autotest/koda-karoq-sportline-tsi-nuetzlich-aber-nicht-ganz-billig-128198983

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