Autotest

Škoda Octavia Plug-in-Hybrid: Österreichs Liebling fährt zweigleisig

Der Škoda Octavia als vielseitiger Hybrid-Kombi: Sauber in der Stadt, sportlich auf der Landstraße.

 Der äkoda Octavia RS iV ist ein Auto für völlig unterschiedliche Einsatzgebiete. SN/öhlinger
Der äkoda Octavia RS iV ist ein Auto für völlig unterschiedliche Einsatzgebiete.

Der Škoda Octavia ist der Liebling der Österreicher: Kein anderer Pkw wurde 2020 so oft verkauft. Mit einer Weiterentwicklung zum umweltfreundlichen Antrieb sollte diese Liebe prolongiert werden.

Als Plug-in-Hybrid in der Kombi-Ausführung RS iV zeigt Škoda, wie man viele Zielgruppen zugleich bedienen kann: Er ist ebenso Familienauto wie Sportler, er vereint die Vorzüge eines City-Gefährts mit jenen eines Flitzers für die vergnügliche Landpartie.
Die zusätzliche Batterie verbirgt sich unter dem Kofferraum und erfordert einige Bodenfreiheit. Ein paar Liter Laderaum weniger, rund 300 Kilogramm Gewicht mehr - man merkt es beim Fahren in den Kurven und beim Bremsen, dass hier immerhin knapp 1,7 Tonnen bewegt werden. Dafür erfreut der E-Antrieb mit zügigem Anfahren.

Bis zu 60 Kilometer Reichweite sind dank der Power aus der Steckdose drin, die bis zu 140 km/h erlaubt und zudem mit NoVA-Bonus und Hybrid-Förderung die Brieftasche entlastet. Im städtischen Alltag sollte also null Emission drin sein, bei Ausflügen darüber hinaus darf der zurückhaltende Octavia sein sportliches Gesicht zeigen. Rennfeeling vermitteln von außen die kantige Kühlerfront mit den "Air Curtains" und innen die Sportsitze und die Alu-Optik der Pedale. Der Fahrmodus "Sport" bringt ein akustisches Erlebnis, wenn auch per Soundgenerator künstlich verstärkt. Der Übergang zwischen elektronischem und Benzinerantrieb verläuft sanft. Man würde ihn kaum merken, würde es nicht am Display angezeigt. Dort kann übrigens auch eine elektronische Reserve eingestellt werden, die man nicht unterschreiten möchte. Die intelligente Antriebssteuerung schaltet dann entsprechend um.

Viel Intelligenz steckt auch in den Assistenzsystemen. Sicherheit und Sparsamkeit werden gleichermaßen berücksichtigt, wenn die Verkehrszeichenerkennung bei Tempolimits, vor Ortsgebieten oder Kreisverkehren das Tempo reduziert.



Im Test: Škoda Octavia Combi RS iV 245 DSG

Kombi mit Benzin/Elektro-Hybridantrieb, 7-Gang-DSG, 110kW/245 PS (Elektro+Hybrid), Verbrauch 1,2-1,6 l, CO2: 27-36 g/km, im Test 2,0 l, Preis ab 46.100 Euro, Testfahrzeug: 50.524,40 Euro.

Was gefällt:
Vielfältige Sicherheits- und Assistenzsysteme.

Was weniger gefällt:
Mitunter schwerfälliges Fahrgefühl und Bremsen.

Was überrascht:
Das sanfte Umschalten zwischen Elektro- und Benzinantrieb.

Perfekt für:
Stadtautofahrer mit Ausflugsambitionen für die Familie am Wochenende.

Aufgerufen am 15.06.2021 um 05:01 auf https://motor.sn.at/autotest/koda-octavia-plug-in-hybrid-oesterreichs-liebling-faehrt-zweigleisig-103959598

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