Autotest

SN-Autotest: Durch die Provence im neuen DS 7

Nach fünf Jahren am Markt wird der DS 7 aufgefrischt. Die erste Ausfahrt zeigt die Stärken des Franzosen.

Der neue DS 7 stößt mit dem Topmodell endgültig in das Premiumsegment vor. SN/d7
Der neue DS 7 stößt mit dem Topmodell endgültig in das Premiumsegment vor.

Das wichtigste Modell der französischen Marke DS feierte 2017 sein Debüt und behauptete sich in den letzten fünf Jahren im Premium-SUV-Segment. Mitte des Jahres wurde es dennoch Zeit für ein umfangreiches Update, das den DS 7 grundlegend erneuert hat. Neben einem aufgefrischten Design wurde vor allem die Motorenpalette modernisiert und an die Zukunftsstrategie von DS angepasst. Das ist auch nötig, denn die französische Premiummarke wird ab 2025 nur mehr rein elektrische Fahrzeuge verkaufen. Rein elektrisch ist der neue DS 7 noch nicht, jedoch zeigt ein Angebot von drei Plug-in-Hybrid-Versionen und nur einer Dieselvariante deutlich, wohin der Weg führt.

Der DS7 360 überzeugt mit Agilität

Dieses Mal steht die 360 PS starke Top-Motorisierung im Fokus, die aus der Limousine, dem DS 9, übernommen wurde. Der kräftige Antriebsstrang setzt sich zusammen aus einem Vierzylinder-Benzinmotor, der gemeinsam mit einem Elektromotor die Vorderachse antreibt, und einem Elektromotor an der Hinterachse, der den stärksten DS 7 zum Allradler macht. Dieser Antriebsstrang überzeugt mit Agilität und treibt den Franzosen in flotten 5,6 Sekunden auf 100 km/h. Neben dem etwas tieferen und strafferen Fahrwerk wurde die Spur leicht verbreitert, um die Querdynamik zu erhöhen.

Luxuriöser Franzose mit sportlichen Charakter

Darüber hinaus verzichtet der DS 7 fast gänzlich auf Chromteile und steht in der Topversion auf 21-Zoll-Felgen. In den kurvigen Straßen in den provenzalischen Alpen überzeugt die Fahrdynamik des DS 7, lediglich die etwas indirekte Lenkung trübt den ansonsten sportlichen Charakter des luxuriösen Franzosen. Wird der Fahrmodus-Schalter von Sport auf Komfort gestellt, ist das Erscheinungsbild des DS 7 noch harmonischer. Hier ergänzen sich der Benzin- und die beiden Elektromotoren einwandfrei und die Achtgang-Automatik wechselt die Gänge etwas geschmeidiger. Ein besonderes Highlight ist das kameragestützte Aktiv-Fahrwerk, das permanent die Straße scannt, die Dämpfer des SUV in Millisekunden anpasst und den Fahrkomfort so weiter erhöht. Im Fahrmodus Elektro rollt der DS 7 bis zu 57 Kilometer völlig lautlos und emissionsfrei und hebt den noblen Charakter des DS 7 weiter hervor.

Auch innen ist der DS 7 nobel

Nobel geht es auch im Innenraum zu, der im Vergleich zum Vorgänger nur leicht überarbeitet wurde. Die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Niveau und alle Materialien und Tasten fühlen sich hochwertig an. Lediglich den Schaltwippen und den Sitzen hätte man etwas mehr Sportlichkeit einhauchen können. Doch es ist und bleibt ein Familien-SUV, wodurch der Komfort im Mittelpunkt steht. An Letzterem ist nichts auszusetzen, denn die Sitzposition und die Geräuschkulisse sind sehr angenehm und lassen meine dreistündige Runde durch die Provence wie im Flug vergehen. Zum Facelift wurde der DS 7 mit dem neuesten Infotainmentsystem ausgestattet, das besonders mit einem vielfältig individualisierbaren, volldigitalen Cockpit punktet. Lediglich die Einstellungen für Heizung und Klimaanlage sind etwas in den Untermenüs versteckt und erfordern durch die Touchbedienung etwas an Eingewöhnung. Der aufgefrischte DS 7 ist mit der 360 PS starken Topmotorisierung endgültig in der Premiumklasse angelangt. Dieses Komplettpaket lässt sich DS mit einem Einstiegspreis von 66.550 Euro zwar auch bezahlen, doch im Vergleich zur Konkurrenz hat der DS 7 preislich, besonders durch seine umfangreiche Serienausstattung, die Nase vorn.

NEUVORSTELLUNG




DS 7 360 4x4

SUV, Plug-in-Hybrid, Vierzylinder-Benziner + 2 Elektromotoren, 265 kW/300 PS, elektrischer Allradantrieb, Achtgang-Automatik, Verbrauch (WLTP): 1,8 l/100 km, Testverbrauch: 6,9 l/100 km, Preis 66.550 Euro.

Was gefällt:
Das moderne und außergewöhnliche Design hebt den neuen DS 7 von der Masse ab.

Was weniger gefällt:
Der Peugeot- und Citroën-Touch beim Infotainmentsystem und die Plastik-Schaltwippen.

Was überrascht:
Das sehr gute Ansprechverhalten und das gelungene Zusammenspiel der Motoren.

Perfekt für:
Vierköpfige Familien mit Hang zur Extravaganz.

Aufgerufen am 04.12.2022 um 05:23 auf https://motor.sn.at/autotest/sn-autotest-durch-die-provence-im-neuen-ds-7-129297847

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