Autotest

SUV? Sportlich? Ja. Kodiaq RS.

Da ist Škoda schon wieder ein "Wurf" gelungen. Der geräumige Kodiaq überzeugt auch auf Offroad-Schotterstrecken.

Wenn riesengroß und flott gefragt sind, pass der Kodiaq RS exakt. SN/gk
Wenn riesengroß und flott gefragt sind, pass der Kodiaq RS exakt.

Der Kollege U., der dieses Raumfahrzeug im unübersehbar attraktiven "Race-Blau metallic" zuerst fuhr, war überrascht: "So schnell habe ich mich noch nie mit einem Auto angefreundet", meinte er. Meine Spannung stieg.

Nun gut, dass der Kodiaq als geräumiges SUV auch auf langen Offroad-Schotterstrecken überzeugen kann, wussten wir seit dem Ausflug in die Einsamkeit der Masuren. Aber sportlich? Flott? Dieses Schlachtschiff?!

Škoda kann auch das. Und brachte mit dem Kodiaq RS ein Auto, das sich multifunktional hervortut und dabei fast alle Wünsche erfüllt. Der Kodiaq mit dem Zusatz RS ist kein Rennwagen, immer noch Familienauto, fast so etwas wie Nutzfahrzeug (im positivsten Sinn), aber auch ein Gerät, das wirklich Fahrspaß vermittelt. Durch hervorragendes Handling, ausgezeichnete Traktion, neutrales Verhalten und selbst durch Effizienz - bei 240 PS aus dem Biturbodiesel und fast zwei Tonnen Eigengewicht samt Allradantrieb. Denn im Testschnitt kamen wir mit 7,2 Litern aus, allerdings ohne Ausloten des Möglichen bei den deutschen Nachbarn. 500 Newtonmeter lassen sich auf Bergstrecken so richtig fühlen. Dazu kommt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, dessen Vorzüge längst bekannt sind. Der Komfort bleibt stets erhalten, dafür sorgt auch die dynamische Fahrwerksregelung. Wenn der Kodiaq-Sportler schon nicht durch Farbe oder Fahrweise auffallen sollte, dann bei genauerer Betrachtung durch einige Designelemente mit dem RS-Symbol und durch eigenwillige 20-Zoll-Leichtmetallfelgen. Das Doppelend-Auspuffrohr arbeitet hingegen nur einseitig, die andere Seite beherbergt nur eine Attrappe. Und vielleicht werden auch die Nachbarn aufmerksam, wenn sich die Klangverstärkung meldet.

Auch der "Sound" innen war mit dem relativ günstigen Canton-System ansprechend. Allerdings: Ein Schnäppchen ist der Kodiaq RS bei Weitem nicht mit 56.000 Euro Basis.

Im Test: Škoda Kodiaq RS TDI DSG

Test Škoda Kodiaq RS TDI DSG
Antrieb/Fahrwerk Vierzylinder-Turbodiesel, 1968 ccm, 176 kW/240 PS bei 4000 U/min, 500 Nm bei 1750-2500 U/min. Start-Stopp, Siebengang-DSG, Allradantrieb.
Abmessungen L/B/H 4699/2087/1685 mm, Radstand 2790 mm, 1880 kg, zulässig 2421. Bodenfreiheit 197 mm. Tank 60l, Laderaum 530-1960 l.
Ausstattungshighlights Serie: RS-Design, Gepäckraumbeleuchtung, Alcantara-/Kunstleder, Lederlenkrad beheizbar, Sportsitze vorn, Klangverstärkung, LED-Tagfahrlicht und -Scheinwerfer, DAB-Radio, adaptiver Tempomat, dynam. Chassisregelung, adaptives Frontlicht, Parksensor vorn/hinten.
Fahren/Verbrauch Höchstgeschwindigkeit 221 km/h, Beschleunigung auf 100 km/h 6,9 Sek. Verbrauch: 6,4 l kombiniert
(167 g CO2/km), im Test: 7,2 l.
Preis 55.890 Euro; Testwagen (Anhängerkupplung 963, elektr. Heckklappe 652, Navigation Columbus 1744, Spurhalte- und -wechselassistent 1032, Rundumkamera 1490 etc.) 66.072 Euro.

Aufgerufen am 24.08.2019 um 10:06 auf https://motor.sn.at/autotest/suv-sportlich-ja-kodiaq-rs-73592521

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