Autotest

Toyota Aygo X: Weniger kann durchaus mehr sein

Das Micro-SUV überzeugt im SN-Test mit Bescheidenheit und Volumen.

Optisch wirkt der Toyota Aygo X größer, als er ist. SN/mrazek
Optisch wirkt der Toyota Aygo X größer, als er ist.

Zugegeben, man kann darüber streiten, ob der Aygo X nun als vergleichsweise winziges SUV durchgeht oder ganz einfach ein Kleinwagen in schmucker Offroad-Optik ist. Fakt ist: Toyota beweist Mut, indem es im Gegensatz zu vielen Marken weiterhin echte Kleinwagen im Angebot behält und diese sogar clever weiterentwickelt. Man muss wissen, dass sich heutzutage mit günstigeren Modellen kaum noch Geld verdienen lässt, da die steigenden Kosten für die aufwendige Abgasreinigung und die gesetzlich verpflichtenden Assistenzsysteme in keiner Relation zum Gesamtwert der Fahrzeuge stehen.

Angenehme Sitzposition und beeindruckendes Kofferraumvolumen

Im Gegensatz zu den Vorgängern teilt sich der neue Aygo nicht mehr die technische Basis mit Peugeot 107 und Citroën C1. Stattdessen baut der 3,70-Meter-Zwerg auf der Bodengruppe des etwas größeren Yaris auf, die für diesen Zweck um 24 Zentimeter gekürzt wird. Im Vergleich zu bisher beschert das dem Aygo X eine breitere Spur und einen längeren Radstand, was sich positiv auf die Fahreigenschaften auswirkt. Und wer den Ein-Liter-Dreizylinder mit seinen überschaubaren 72 PS nicht überfordert, könnte nach ein paar Minuten fast vergessen, dass er in einem winzigen A-Segment-Kleinwagen unterwegs ist. Die Sitzposition ist angenehm und spürbar höher als in vergleichbaren Zwergen. Und auch das Kofferraumvolumen des Fünftürers ist angesichts der überschaubaren Außenmaße beeindruckend und wächst im Vergleich zum Vorgänger um 60 Liter auf maximal 829 Liter. Wer sich nicht am üblichen Hartplastik und dem runden Zentraldisplay stört, das etwas an eine Waschmaschinen-Luke erinnert, wird im Aygo X vermutlich glücklich werden. Und darf sich an längst verloren geglaubten "Features" wie den hinteren Ausstellfenstern oder dem traditionellen Handbremsen-Hebel erfreuen.

IM TEST



Im Test

Toyota Aygo X
Dreizylinder-Turbobenziner, 53 kW/72 PS, CVT-Automatikgetriebe, Frontantrieb. 4,8 l/100 km, 108 g CO2/km (lt. WLTP), Testverbrauch 5,3 Liter, Preis: ab 13.640 Euro.

Was gefällt:
Die Zweifarbenlackierung, die hinteren Ausstellfenster.

Was weniger gefällt:
Die vielen Features machen auch Kleinwagen teurer.

Was überrascht:
Der Dreizylinder-Benziner harmoniert mit dem CVT-Getriebe.

Perfekt für:
Alle, die einen feschen, einfachen Fünftürer wollen.

Aufgerufen am 09.08.2022 um 05:42 auf https://motor.sn.at/autotest/toyota-aygo-x-weniger-kann-durchaus-mehr-sein-124886644

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