Autotest

Volvo XC40 T5 AWD - Schrecksekunde als Muntermacher

Die elektronischen Helferlein im Volvo XC40 sind hellwach und auch für Überraschungen gut. Sie haben sich bei unseren Testfahrten jedenfalls nachhaltig in Erinnerung gerufen.

Was es nicht alles gibt: Da stehst du als Letzter in einer Reihe anderer Autofahrer an der auf Rot geschalteten Ampel an der Himmelreich-Kreuzung in Wals, der Blick schweift routinemäßig nach vorn und in die Rückspiegel, und genau dort taucht weit hinten ein Sattelschlepper auf.

Und dann zwingt dich plötzlich jemand mit ungeahnter Kraft in deinen Fahrersitz. Der Gurtstraffer ist aktiv geworden, und zwar auf Befehl jener Sensoren, die in und um und am Volvo-Testwagen XC40 angebracht sind. Das Display sagt dir "rear collision warning", und so viel Englisch kannst du auch im Frühverkehr schon. Munter bist du ja nun endgültig. Der Sattelschlepper-Fahrer ist aber auch wach, sein Vielachser wird langsamer und die elektronischen Helferlein im Volvo geben Entwarnung.

Und dich wieder frei.

Zahllose innovative Features im neuen Volvo XC40

Damit ist die Schrecksekunde auch schon wieder vorbei. Erleichterung kommt auf, die elektronischen Helferlein haben funktioniert. Wieder einmal. Denn auch bei der Ausfahrt vom beschrankten Firmenparkplatz wollten sie mitreden. Der Balken war nämlich noch nicht ganz geöffnet, der Gasfuß dirigierte das SUV schon Richtung Straße, als der Elektronik der Sinn nach Vollbremsung stand. Was es nicht alles gibt … Das sind zwei Beispiele aus dem XC40, die belegen, was Autos heute alles so draufhaben können. Unser Test-Volvo sei sogar (technisch) zu autonomen Fahrten in der Lage, versicherte man uns bei der Übernahme. So weit wollten wir es doch nicht kommen lassen, der Spurhalteassistent reichte auch.

Der XC40 zeigte sich im Übrigen als komfortables Reise-SUV. Die Achtgangautomatik schaltete wahrnehmungsfrei. Der Vierzylinderbenziner arbeitete auf niedrigem Geräuschniveau, übertraf allerdings das optimistisch angegebene Verbrauchsniveau von 7,3 Litern/100 Kilometer um ganze drei Liter.

Verbrennungsmotoren sind bei Volvo allerdings Auslaufmodelle. Ab 2019 gibt es von jedem Modell eines mit zumindest teilelektrischem Antrieb. Den Helferlein an Bord ist das Licht bereits jetzt aufgegangen.

Neuheiten bei Volvo

Wer Lust auf mehr Volvo bekommt, kann sich schon auf die nächste Neuheit freuen: Die 60er-Reihe der oberen Mittelklasse bekommt nach dem SUV (XC60) und dem Kombi (V60) nun auch die Limousine S60, die als erstes Modell im eben eröffneten Werk in Charleston/South Carolina gefertigt wird. Damit ist auch Volvo zu den Europäern mit Fabriken in den USA eingebogen.

Technische Daten Volvo XC40 T5 AWD

Motor/Fahrwerk

Vierzylinder-Reihen-Benziner, 1969 ccm, 182 kW/247 PS bei 5500 U/min; 350 Nm bei 1800-4800 U/min; Achtgang-Automatikgetriebe, Allrad-
antrieb.

Ausstattungshighlights
R-Design Intro: 20-Zoll-Räder (fünf Doppelspeichen) 245/45 R20, Infotainmentsystem
Sensus Connect (Harman Kardon), Polsterung Nubuk-Textil/Nappaleder, Sportlenkrad mit Schaltwippen, Sportfahrwerk, Sportsitze Leder (beheizbar), Parkkamera mit 360-Grad-Surround-View, induktives Smartphone-Ladesystem,
Innen- und Außenspiegel
mit Abblendautomatik.

Maße/Gewichte
L/B/H 4425/1863/1658 mm, Radstand 2702 mm, Laderaum min. 460 l, 1772 kg.
Tank 54 l.

Fahren/Verbrauch
Spitze 230 km/h, Beschleunigung auf 100 km/h 6,5 Sek. Verbrauch: 9,1/6,3/7,3 l/100 km (166 g CO2), im Test 10,3 l.

Preis
58.833,50 Euro (SN-Testwagen); Einstieg: 40.892,59.

Aufgerufen am 16.07.2018 um 06:26 auf https://motor.sn.at/autotest/volvo-xc40-t5-awd-schrecksekunde-als-muntermacher-30396079

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