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Suzuki Motorrad: Die GSX-S1000 ist in den schnellen Kurven zuhause

Suzukis GSX-S1000 ABS im Test: Auf manche elektronische Helfer wird verzichtet, doch das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis punktet. Wie will sich die Suzuki GSX-S1000 von den Konkurrenten abheben? Hier finden Sie alle relevanten Fakten über das Motorrad!

Die Suzuki GSX-S1000 ABS im Test. SN/suzuki
Die Suzuki GSX-S1000 ABS im Test.

Lange überließ Suzuki den Markt der Superbike-Naked-Geräte den Mitbewerbern, dann schickte man ein eher nüchternes Bike an den Start. Doch nicht mit einem aktuellen Sportmotor, sondern dem legendären K7, der zuletzt vor über zehn Jahren zum Einsatz kam. Dieser sollte den Hub haben, um aus unteren Drehzahlregionen richtig Druck aufzubauen.

Verzicht auf einige elektronische Helfer

Der Reihenvierzylinder der GSX-S1000 wurde modernisiert und auf Euro 4 getrimmt, da blieben 145 PS, die im Marktumfeld für das Mittelfeld reichen. Doch in der Praxis steht die Suzuki gut da. Die 1000er macht sich etwas breit im Bereich des Kühlers, doch die Waage gibt Entwarnung, mit 212 Kilogramm (vollgetankt) ist sie eine der leichtesten ihrer Klasse. Mit den elektronischen Helferlein geben sich die Techniker aus Hamamatsu zurückhaltend, normales ABS und dreistufige Traktionskontrolle müssen genügen. Kein Ride by wire, das heißt keine Ridingmodes, keine Wheelie-Kontrolle, kein Quickshifter, ob das funktioniert? Wir versuchen es.

In drei Sekunden auf 100 km/h

Den Serverknopf des Starters betätigt und der japanische Vierzylinder (999 Kubik) blubbert sonor vor sich hin, schiebt bereits aus dem Standgas voran und verlangt gleich nach höheren Gängen, sodass bei 70 km/h schon der sechste Gang eingelegt wird. Die Federung gibt sich sportlich straff, aber der komfortable Sitz lässt richtig Komfort aufkommen, noch dazu bei moderaten 810 Millimetern Sitzhöhe. Doch zum Cruisen sitzen wir nicht auf einem Powerbike, also geben wir Gas. Der dezente Motorlauf hält bis 6500 Touren an, erst dann beißt das Triebwerk richtig zu und wird zum Supersportler. Mit richtig Drehzahl beschleunigt die Suzuki in starken drei Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h - ein Spitzenwert. Obwohl die Dreischeiben-Brembo-Bremsanlage gute Verzögerungswerte bietet, könnte der Druckpunkt der Vorderbremse für einen Sportler etwas bissiger sein. Das voll einstellbare Fahrwerk verlangt im Kurvengeschlängel nach etwas Körpereinsatz - je schneller die Kurven werden, desto wohler fühlt sich die GSX-S.

Lange Motorradtouren sind kein Problem

Dank der komfortablen Sitzbank werden auch längere Touren nicht zur Tortur und mit dem sparsamen Verbrauch von ca. fünf Litern kommt man mit dem 17-Liter-Tank rund 300 Kilometer weit. Der Topspeed wurde auf 240 km/h begrenzt.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt

Durch die bodenständige Ausführung und die sparsamen Assistenzsysteme punktet Suzuki mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis: Ab 14.490 Euro ist die GSX-S1000 ABS zu haben. Um 700 Euro mehr gibt es die "F"-Version mit eng anliegender Tourensportverkleidung.

Quelle: SN

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