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Angst beim Autofahren - Wenn die Angst mitfährt

Angstzustände am Steuer können gefährlich enden. Wer sich beim Autofähren in alltäglichen Situationen fürchtet, sollte Fachleute konsultieren.

Ein typischer Angstauslöser im Straßenverkehr ist die Einfahrt in den Tunnel. SN/robert ratzer
Ein typischer Angstauslöser im Straßenverkehr ist die Einfahrt in den Tunnel.

Die Angst am Steuer und die möglichen Folgen sind ein offenbar zu selten öffentlich diskutiertes Thema. Der deutsche Autofahrerclub ADAC, Partnerclub des ÖAMTC, schätzt die Zahl der Menschen im Nachbarland, die sich vor der Fahrt durch Tunnel oder über Brücken fürchten oder Beklemmungen bekommen, wenn sie Lastwagen überholen oder Baustellen durchfahren müssen, auf rund eine Million. Die Schlussfolgerung: Wer rechtzeitig dagegen angeht, erspart sich möglicherweise einschneidende Einbußen an Lebensqualität und verhindert, sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr zu bringen.

Angstzustände können zu Panikattacken führen

Nicht wenige Menschen fühlen sich beim Autofahren nicht nur unwohl oder unsicher, sondern haben regelrecht Angst hinter dem Lenkrad und erleben auch Panikattacken. Davon können Anfänger ebenso betroffen sein wie erfahrene Autofahrer. Doch solche Ängste sind gut therapierbar, sagen Experten. Dies sollten Betroffene nutzen, denn Lenkerinnen oder Lenker, die durch heftige Ängste vom Verkehrsgeschehen abgelenkt sind, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Symptome können während des Autofahrens sehr gefährlich werden

Häufig sind es Staus, dichter Verkehr auf der Straße, Fahrten auf der Autobahn, über Brücken und durch Tunnel sowie Nachtfahrten oder Touren bei schlechtem Wetter, die Angst auslösen. Diese Angst kann auch Symptome wie zunehmendes Herzklopfen, Atembeschwerden, Schwindel und andere massive körperliche Beeinträchtigungen auslösen. Die Beschwerden können so weit gehen, dass die Betroffenen in solchen Fällen gar befürchten, in Ohnmacht zu fallen oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Vielfach erschreckt sie auch die Vorstellung, die Kontrolle über sich bzw. die Situation zu verlieren.

Das Autofahren führt zu Stress

Oft empfinden die Betroffenen die Situation als belastenden Stress. Psychologen vergleichen solche Umstände auch mit einem Glas, das bis zum Rand voll mit Flüssigkeit ist. Es kann durch einen kleinen Tropfen zum Überlaufen gebracht werden: Das randvolle Glas ist der gestresste Mensch, den eine ansonsten wahrscheinlich lediglich als unangenehm empfundene Situation "aus der Fassung bringt".

Ursachen der Angstzustände

Im schlechtesten Fall kommt die Erinnerung an ein solches Angsterlebnis zurück, wenn der Betroffene wieder in eine vergleichbare Situation kommt. Dann kann allein die Angst vor einer Wiederholung der Situation erneut eine Panikattacke auslösen. Besonders anfällig in dieser Hinsicht sind, wie Psychologen wissen, Menschen, die ohnehin ihren Körper und seine Lebensfunktionen ständig beobachten, "in sich hineinhorchen". Ursache von Angst beim Autofahren kann aber auch die Befürchtung sein, sich vor anderen Verkehrsteilnehmern zu blamieren, weil man etwa Probleme beim Einparken oder Ähnliches hat. Bei Menschen, die schon in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt waren, ist es verständlich, wenn sie aufgrund einer Posttraumatischen Belastungsstörung nicht mehr angstfrei Auto fahren können.

Betroffenen Menschen sollten sich professionelle Hilfe suchen

Da Autofahrer, die unter Panikattacken leiden, eine Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer darstellen können, raten Experten diesen Menschen, den psychischen Ursachen der Angststörung mithilfe von Fachleuten möglichst frühzeitig auf den Grund zu gehen. Denn solche Ängste können sich im Laufe der Zeit manifestieren. Erst ist es unangenehm, die Autobahn zu benutzen. Mit der Zeit kann die gesamte Teilnahme am Verkehr Angst verursachen.

Quelle: SN

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