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Audi RS e-tron: Unterwegs im Elektro-Express

So bewährt sich der Audi RS e-tron GT als Langstreckenfahrzeug. Erlebnisbericht zu 850 elektrischen Kilometern in etwas mehr als 24 Stunden.

Die Suche nach halbwegs klimaverträglichen Berufsreisen erfordert nicht selten eine ordentliche Portion an Idealismus, Geduld und Nervenstärke. Wenn das Fliegen aus Gründen der Flugscham und die Bahn mangels praxistauglicher Anbindungen wegfällt, bleibt CO2-bewussten Geschäftsreisenden eben nur noch das Elektroauto. Ob es gleich der 598 PS starke und 185.391,80 Euro teure Audi RS e-tron GT sein muss, sei freilich dahingestellt. Im Falle der zweitägigen Presseeinladung in die Nähe von Stuttgart war der pfeilschnelle Grand Tourismo auf jeden Fall eine ausgesprochen luxuriöse Alternative.

Zwei Ladestopps zwischen Salzburg und Stuttgart

Beim Start um 16.10 Uhr in Salzburg mit einem Akku-Ladestand von 65 Prozent gab Google Maps eine Reisedauer von vier Stunden und fünf Minuten sowie eine Distanz von 411 Kilometern bis zum Hotel nördlich von Stuttgart an. Zwei Ladestopps an Ionity-Säulen am Samerberg und in Augsburg-Ost dauerten 32 bzw. 28 Minuten und luden den Audi von 53 auf 97 Prozent bzw. von 56 auf 75 Prozent auf. Vier Stunden und 35 Minuten später parkte der Audi mit einer Restreichweite von zwölf Prozent vor dem Hotel. Mangels Lademöglichkeit ging es am nächsten Morgen veritabler mit Reichweitenangst zur knapp sechs Kilometer entfernten Event-Location, einer Landwirtschaft samt Weingut, wo der elektrische Ingolstädter mittels mobiler Ladebox gemächlich an der Starkstromdose bis auf 75 Prozent und eine Reichweite von 235 Kilometer aufladen konnte. Mit der Selbstsicherheit, die Lage der ultraschnellen Ionity- bzw. EnBW-Ladesäulen zu kennen, wurde die Rückfahrt weitaus sportlicher angelegt. Die drei Stopps an Gleichstrom-Säulen mit Ladegeschwindigkeiten von bis zu 150 kW dauerten 21, 28 und 32 Minuten, wobei das Reisetempo streckenweise weit über 200 km/h lag. Die 428 Kilometer lange Strecke zurück nach Salzburg war in 5:45 Stunden geschafft, wobei 75 Minuten davon beim Laden verloren gingen. Google Maps hatte vor Fahrtantritt vier Stunden und 48 Minuten dafür veranschlagt.

Ladekosten

Dank des dichten Ladesäulen-Angebots entlang der A8 fiel der Akkustand unterwegs nie unter 50 Prozent. Satte 200 Kilometer Reserve in Salzburg hätten die letzte Ladung überflüssig gemacht. Die Kosten: 51,33 Euro für fünf Ladestopps, deren exakte Abgabemenge in kW leider nicht protokolliert wurde. Die Grundgebühren für den Smatrics- "Smart.Plus Net"-Tarif betragen monatlich 14,90 Euro.

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