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Bei Mercedes wird schon bald alles elektrifiziert sein

Mildhybrid, Plug-ins, reine E-Modelle - Mercedes ist bereit für die Elektrifizierung ihrer Autos.

Zetsche mit dem elektrischen People Mover V-Klasse: Im Herbst in Serie. SN/ap
Zetsche mit dem elektrischen People Mover V-Klasse: Im Herbst in Serie.

Den schon im Vorjahr vorgestellten ersten vollelektrischen Mercedes, den EQC, werden die Stuttgarter im Frühsommer auf den Markt bringen. 2020 folgt der kompakte EQA, und noch heuer wird die in Genf als Studie gezeigte E-Version der V-Klasse Premiere haben - mit Frontantrieb.
In Genf präzisierte der designierte Konzernchef Ola Källenius, der im Mai dem in Pension gehenden Langzeitboss Dieter Zetsche ("Da wird sich nicht viel ändern, wir haben ein lang aufgebautes und eingespieltes Team") folgt, die Strategie: "Wir bauen unser Portfolio auf drei Säulen auf, alle werden elektrifiziert sein."

Die drei Säulen von Mercedes

Es beginnt mit 48-Volt-Mildhybrid, was schon 2018 in 25 Modellvarianten umgesetzt wurde und heuer verdoppelt wird, "und 2020 nochmals" (Källenius). Die Vorteile seien augenscheinlich: Mehr Dynamik beim Start, Unterstützung des Verbrenners und gleichzeitig Einsparung beim Verbrauch. Die mittlere Säule sind die Plug-in-Hybriden, die 2014 in erster und im Vorjahr in zweiter Generation eingeführt wurden. Aus 50 Kilometern Reichweite 2018 werden heuer durch Optimierung 100 (natürlich nach neuem WLTP-Zyklus). Neu wird das Angebot für die Kompaktklasse sein, der Technologieschub bringt A- und B-Klasse 200 PS, 400 Newtonmeter und nur 50 Gramm Ausstoß an CO2. In der zweiten Hälfte dieses Jahres kommt auch der neue GLE als Plug-in-Hybride. Und: "Wir halten an Benzin- und Dieselhybrid fest", sagt Källenius fast missionarisch - das bietet derzeit kein anderer Hersteller. Schließlich beginnt die Einführung der EQ-Modelle, also der rein batterieelektrischen. 20 Mrd. Euro habe Daimler investiert, um die Lieferung der Batterien mit drei Herstellern abzusichern. Källenius zur Reaktion auf den EQC: "Die Nachfrage ist überwältigend. Und mit dem EQV bringen wir den ersten elektrischen People Mover mit 400 Kilometern Reichweite."

Keine Gefahr für Absatzzahlen

Dieter Zetsche sieht durch Carsharing keine Gefahr, dass Absatzzahlen einbrechen könnten. "Carsharing ist lediglich in den Zentren von Metropolen ein Thema, hat also Grenzen. Da ist der individuelle Mobilitätsbedarf, vor allem in China, ungleich größer. Allerdings kann sich das Absatzwachstum abflachen." Was nach einem ungeregelten Brexit oder einem Handelskrieg zwischen China und den USA passieren könnte, kann der Konzernchef nicht definieren: "Das wäre ein Blick in die Kristallkugel. Niemand weiß, was kommen wird. Wir hoffen auf Verhandlungen mit positivem Ausgang."


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