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Bugatti Centodieci - Rasender Superlativ

Bugatti präsentiert beim Concours d'Elegance in Kalifornien einen neuen Supersportwagen. Der Centodieci interpretiert den EB110 aus den 1990ern neu.

Nicht nur im Auto-Quartett ist und bleibt die Marke Bugatti ein absoluter Trumpf - auch im echten Leben ist die exklusive VW-Tochtermarke mit Sitz im französischen Molsheim ein Garant für Superlative. Anlässlich des diesjährigen Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach präsentiert die 1909 von Ettore Bugatti gegründete Marke einen neuen Supersportwagen. Beim Centodieci - Italienisch für die Zahl 110 - handelt es sich nicht nur um eine auf zehn Exemplare limitierte und handgefertigte Kleinserie zum Preis von zwei Millionen Euro exklusive Steuern. Vielmehr interpretiert der Centodieci einen seiner Vorgänger am Supersportwagen-Thron: den EB110.

Dieser wurde vom damaligen Besitzer der Marke, Romano Artioli, am 110. Geburtstag des Firmengründers im Jahr 1991 vorgestellt. Heute zählt der originale EB110 längst zum Who-is-who der Sportwagenwelt. Die Ortschaft Campogalliano in der italienischen Emiglia-Romagna bot damals für das Bugatti-Werk einen Vorteil: Er liegt im Einzugsgebiet italienischer Sportwagenmarken, sodass Artioli leicht erfahrene Mitarbeiter für sein Projekt akquirieren konnte.

Statt des damals verbauten V12-Motors setzt die Neuauflage auf einen 8,0 Liter großen W16-Motor mit nicht weniger als 1600 PS bei 7000 Umdrehungen. Damit zählt der Centodieci zu den leistungsstärksten Serienautos der Welt. Von 0 auf 100 km/h spurtet er in 2,4 Sekunden, auf 200 km/h in 6,1 Sekunden und auf 300 km/h in 13,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 380 km/h "begrenzt". Dass trotz dieser schier unglaublichen Leistungsentfaltung auch auf kleinste Details geachtet wurde, beweist die Tatsache, dass mittels aufwendigen Leichtbaus im Vergleich zum Bugatti Chiron 20 Kilogramm Leergewicht eingespart werden konnten. So kommen unter anderem ein extrem leichter Scheibenwischer, Stabilisatoren aus Carbon sowie filigrane Außenspiegel zum Einsatz. Das Resultat ist ein beeindruckendes Leistungsgewicht von nur 1,13 Kilogramm pro PS.

"Mit dem Centodieci verneigen wir uns vor dem Supersportwagen EB110, der vor bald 30 Jahren entstand und der zu unserer traditionsreichen Geschichte gehört", so Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti, anlässlich der Enthüllung des Supersportlers in Kalifornien. "Die Herausforderung lag darin, sich nicht vom Design des historischen Fahrzeugs gefangen nehmen zu lassen, sondern eine moderne Interpretation der damaligen Form und Technik zu kreieren", so Achim Anscheidt, Chefdesigner von Bugatti. So wurde die klassische Optik des EB110 behutsam ins neue Jahrtausend transportiert. Das bekannte Bugatti-Hufeisen ist beim Centodieci außergewöhnlich klein. Anstatt den klassischen, italienischen Keil zu kopieren, entschied man sich für einen neuen Weg. Die sonst dominierende Bugatti-Linie, die sogenannte C-Linie an der B-Säule, weicht einem völlig neuem Design. Deutlich kleiner als beim Chiron, sorgen fünf runde Lufteinlässe für ausreichend Kühlluft für den Sechzehn-Zylinder-Motor. Wie beim EB110 präsentiert sich das Triebwerk hinter einer transparenten Glasfläche. Das Heck besteht aus einem einzigen Lüftungsloch, geprägt durch die acht Rücklichtelemente, die schwarz matt eloxierten Auspuffrohre und einen Abtrieb verbessernden Performancediffusor.

Wer jetzt Lust bekommen hat, einen der zehn Bugatti Centodieci zu erstehen: Es heißt schnell sein, Interessenten gibt es genug. Ausgeliefert wird in zwei Jahren.

Quelle: SN

Aufgerufen am 17.09.2019 um 08:42 auf https://motor.sn.at/news/bugatti-centodieci-rasender-superlativ-75161131

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