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Business Class mit Spar- und Spaßfaktor

Unterwegs in der VW Caravelle. Der Komfort passt für Fahrer und Passagiere.

Die Caravelle ist in Anschaffung und Erhalt günstiger als die bescheidene Behausung des Earl of Strathmore, Glamis Castle.  SN/kuntschik
Die Caravelle ist in Anschaffung und Erhalt günstiger als die bescheidene Behausung des Earl of Strathmore, Glamis Castle.

Die Straßen waren öfters eng als breit. Der Asphalt war meist trocken, nass fehlte aber selten. Der Verkehr? Ziemlich wenig außerorts, dicht in den Städten. Die Bilanz nach 1400 Kilometern durch das schottische Hochland: Eine Reise mit Komfortfaktor dank der Volkswagen Caravelle 6. Die für sechs Personen genau richtig war: Das Platzangebot für Passagiere samt Gepäck war ausreichend, der Komfort hervorragend. Denn in den Ledersitzen, natürlich individuell konfigurierbar, reist man in der Business Class - auch in der Freizeit.

Es beginnt schon bei den kleinen Dingen wie drei Handschuhfächern als Stauraum vorn. Die Sitze der zweiten Reihe sind drehbar, die der dritten verschiebbar. Und die Seitentüren natürlich elektrisch zu öffnen und zu schließen. Für den Chauffeur ist die innen sehr geräumige, außen gar nicht so große Caravelle (dennoch 5,3 Meter Gesamtlänge) einfach in der Bedienung. Navigation, Systeme verlangen keine Vorbereitung. Bei Parkmanövern hilft nicht nur der Assistent, auch die Rückfahrkamera ist ein wichtiger Unterstützer. Bequem machen es die Armlehnen vorn. Metallapplikationen machen das Cockpit höherwertig. Allerdings: Die Lichtqualität der Scheinwerfer (noch nicht LED in der Caravelle 6) ist verbesserungswürdig und sollte in der eben auf den Markt gekommenen Überarbeitung (6.1) behoben sein.

Mit dem 150-PS-TDI und Siebengang-DSG war die zwei Tonnen schwere Caravelle ausreichend motorisiert - wenn auch in der Beschleunigung (Werkangabe 12 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h bei 340 Newtonmetern) durch die Vollbeladung etwas träge. Aber: Das Kriterium ist der Komfort und nicht Sportlichkeit. Die theoretische Spitze von 181 km/h bleibt eben Theorie. Der Verbrauch blieb hingegen bescheiden: Bei überwiegend Überlandstrecken pendelte er zwischen 5,7 und 6,7 Litern/100 Kilometer - womit er genau die Werkangabe (6,3) erfüllte. Da wird das Businessmodel zum Sparer, ganz recht bei den britischen Treibstoffpreisen (wie bei uns, nur halt in Pfund!). Österreich-Preis des Multivan 6.1 Cruise TDI (150 PS/Siebengang-DSG): ab 68.300 Euro.

Aufgerufen am 13.04.2021 um 10:38 auf https://motor.sn.at/news/business-class-mit-spar-und-spassfaktor-80748007

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