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Das wird ab 2021 für Autofahrer neu

Das kommende Jahr hält für Autofahrer jede Menge gesetzliche Änderungen bereit. Die umstrittene Anpassung der Normverbrauchsabgabe ist nur eine von vielen Neuerungen.

Viele Neuerungen kommen im Jahr 2021. SN/unsplash
Viele Neuerungen kommen im Jahr 2021.

Die am meisten diskutierte Neuerung, die im Jahr 2021 auf Autofahrer zukommt, ist die Anpassung der Normverbrauchsabgabe. "Die NoVA - die einmalig für Neufahrzeuge fällig ist - wird künftig Jahr für Jahr deutlich teurer", berichtet ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober. Schon mit Jahreswechsel steigt sie für gut die Hälfte aller neuen Pkw. In jenen Fällen, in denen es teurer wird, steigt der NoVA-Satz um einen Prozentpunkt. Das bedeutet beispielsweise bei einem Auto um 30.000 Euro netto in der Regel ein Plus von 300 Euro gegenüber 2020. Die NoVA steigt für Pkw im Juli 2021 nochmals und anschließend jährlich bis zumindest ins Jahr 2024 massiv. Ganz besonders trifft es größere und damit verbrauchsstärkere Autos, letztlich trifft es aber fast alle Neuwagenkäufe, vom Kleinwagen bis zum Van für die Familie.

Ab 1. Juli 2021 fällt auch für Klein-Lkw, wie zum Beispiel Kastenwagen, aber auch Pick-ups NoVA an. Wie auch bei Pkw wird es anschließend jährlich bis zumindest ins Jahr 2024 Verschärfungen geben. Bei den jährlichen Verschärfungen für Pkw und Klein-Lkw wird gleich an mehreren Schrauben gedreht: Sinkende CO2-Abzugswerte und Malus-Grenzwerte sowie steigende Malus-Beträge und Anhebungen beim Höchststeuersatz sind vorgesehen.

Wichtig: Für die NoVA-Erhöhung per 1. Juli 2021 gibt es auch eine Übergangsregelung: Wer vor dem 1. Juni 2021 einen unwiderruflichen schriftlichen Kaufvertrag beim Händler für ein Neufahrzeug abschließt, das vor dem 1. November 2021 geliefert wird, der zahlt noch die NoVA, wie sie vor der Erhöhung im Juli gegolten hat.

Positives zur NoVA gibt es für Menschen mit Behinderungen: Ab 1. Juli 2021 ist bei Vorliegen einer Befreiung auch das Leasing eines Neufahrzeugs NoVA-befreit möglich. Bislang ist dies nämlich nur beim Kauf möglich.

Rasereidelikte werden stärker geahndet

Auch die Versicherungssteuer fällt für fast alle Autos, die ab 1. Jänner 2021 erstmalig zugelassen werden, um 34,56 Euro pro Jahr höher aus als bei einer Erstzulassung heute. Nur bei effizienteren bzw. leistungsschwächeren Pkw kommt es zu einer geringeren oder gar keiner Steuererhöhung. Doch nicht nur beim Autokauf, auch beim Fahren könnte 2021 teuer werden: "Eine Anhebung der Strafrahmen für Rasereidelikte bis zu 5000 Euro ist denkbar, ebenso eine Beschlagnahme von Fahrzeugen, mit denen Schnellfahrdelikte begangen wurden, um die Strafzahlung sicherzustellen. Kommen soll auch eine Strafdrohung für illegale Wettrennen", so ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer zu möglichen Änderungen in diesem Bereich. Der Forderungskatalog aus dem Bereich der Grünen lässt noch eine Menge an möglichen weiteren Forderungen erahnen.

Führerschein & Zulassungsschein: Die digitale Variante kommt

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden die Vignettentarife angepasst und für 2021 um 1,5 Prozent angehoben. Somit kostet die Pkw-Jahresvignette im kommenden Jahr 92,50 Euro, jene für Motorräder 36,70 Euro. Die Zwei-Monats-Vignette kostet 27,80 für Pkw bzw. 13,90 Euro für Motorräder, die Zehn-Tages-Vignette 9,50 Euro für Pkw bzw. 5,50 Euro für Motorräder. Neu ist ab Frühling 2021 auch der digitale Führerschein: Für Inhaber einer Handysignatur oder einer Bürgerkarte sollen schon bald Führerschein und Zulassungsschein als digitale Variante auf dem Smartphone verfügbar gemacht werden.

E-Mobilität wird weiterhin unterstützt

Gute Nachrichten für alle, die für kommendes Jahr den Kauf eines Elektroautos planen: Auch 2021 wird der Ankauf von Fahrzeugen mit alternativen Antriebsformen wieder finanziell unterstützt. Wie in den beiden Jahren zuvor steht auch für das Jahr 2021 ein Gesamtförderbudget von 46 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Förderung für Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine reduziert sich ab dem kommenden Jahr von derzeit noch 5000 Euro auf 4000 Euro bei reinen Batterie-Elektrofahrzeugen und von 2500 Euro auf 2000 Euro pro Fahrzeug bei Plug-in-Hybriden. Unverändert bleibt die Förderung derweil für Privatpersonen. Ab Jänner 2021 wird jeder privat angeschaffte E-Pkw mit 5000 Euro, jeder Plug-in-Hybrid mit 2500 Euro vom Staat gefördert. Neu ist, dass ab 2021 die Förderung einer privaten Ladestation nicht mehr an den Kauf eines Elektroautos gekoppelt ist.


Quelle: SN

Aufgerufen am 21.01.2021 um 08:58 auf https://motor.sn.at/news/das-wird-ab-2021-fuer-autofahrer-neu-97691740

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