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Der Aufschwung ist schon absehbar

Mazda-Chef Heimo Egger über die Coronakrise, das Elektrodebüt und reduzierte Erwartungen für 2020.

Mazda-Chef Heimo Egger.  SN/mazda
Mazda-Chef Heimo Egger.

Minus 40 Prozent verzeichnete der österreichische Pkw-Markt an Neuzulassungen gegenüber 2019 auf nunmehr 86.209 Einheiten von Jänner bis Mai. Auch Mazda Österreich hat die Coronakrise massiv gebeutelt (der Rückgang in den ersten fünf Monaten betrug sogar 49 Prozent auf 2160 Stück bei 2,5 Prozent Marktanteil), doch Geschäftsführer Heimo Egger ist alles andere als deprimiert und gibt sich zuversichtlich: "Auch wenn wir extrem getroffen wurden und auch als Importeur in Kurzarbeit waren, haben alle Händler überlebt, weil das Werkstattgeschäft weniger stark abnahm. Warum ich Optimismus habe: Weil die unterschriebenen Kaufverträge im Mai über dem Mai 2019 lagen."

Nachschub aus Japan

Getrieben wird der Aufschwung bei der japanischen Nummer eins in Österreich (Pkw, knapp vor Toyota und Suzuki) vom neuen Crossover CX-30, der seit September 2019 ab 26.290 Euro erhältlich ist. Im Juni wird beim Importeur die Kurzarbeit nahezu vollständig beendet. Probleme mit "Nachschub" aus Japan - sowohl an Neufahrzeugen als auch an Ersatzteilen - habe es nicht gegeben, sagt Egger. Bei Mazda Österreich ist auch das Zentrallager für 21 Länder Süd- und Ostmitteleuropas angesiedelt. Den Folgen der Krise hat der 48-jährige Kärntner auch die Erwartungen für 2020 angepasst: Er rechnet mit minus 25 Prozent Neuzulassungen auf 7500 Stück und einem Marktanteil von drei Prozent. Mazda passte die Produktionskapazitäten an die Situation an, die Order wurden in Abstimmung mit der Europazentrale reduziert.

Was gibt es an Produktneuheiten?

Vom kleinen Crossover CX-3 kommt im Juli ein Facelift, mittelfristig wird es einen größeren über dem erfolgreichen CX-5 geben, der auch als Plug-in-Hybrid kommen soll. Diese Technologie wird 2021 von Mazda angeboten, das Modell ist noch offen. Der 6er bleibt im Portfolio. Ende August feiert Mazda auch bei uns mit dem MX-30 (35,5-kWh-Batterie, 200 Kilometer Reichweite) Elektropremiere: "Unser Ziel für 2020 ist, 500 Stück abzusetzen. Wir haben bereits 150 Bestellungen", bestätigt Egger. Die fast revolutionäre Skyactiv-X-Motorentechnologie (Benzin-Kompressionszünder) wurde bisher im Mazda3 und im CX-30 von einem Viertel der Kunden geordert: "Exakt nach unseren Erwartungen." In einigen Ländern Europas (mit höherer CO2-Besteuerung) erreiche der Skyactiv-X-Motor sogar 40 Prozent Anteil. Diesel wird bei Mazda weiter im Angebot sein, die Nachfrage stieg zuletzt wieder. "Der Diesel hat sich wieder stabilisiert", meint Egger. Eine Rabattschlacht in den nächsten Wochen und Monaten, wenn sich das Geschäft wieder halbwegs normalisieren wird, erwartet der Mazda-Chef nicht: "Weil alle Hersteller bzw. Importeure ihre Kapazitäten entsprechend anpassten." Mazda biete lediglich einen Comeback-Bonus von 500 Euro. Der elektrische MX-30 (ab 34.990 Euro) ist durch Förderungen und Versicherungsbonus bei Leasing auch für Privatkunden um knapp über 30.000 Euro zu haben, für Firmen wird er noch günstiger.

Aufgerufen am 14.07.2020 um 11:16 auf https://motor.sn.at/news/der-aufschwung-ist-schon-absehbar-89212105

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