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Der neue Range Rover Evoque: Mehr Luxus und Technik

Das erfolgreiche Range-Rover-Experiment Evoque kommt im März in zweiter Generation.

Als der damalige Jaguar-Land-Rover-Chef Peter Modelhart 2008 im Salzburger Stadtkino eine Designstudie vorstellte, ahnte wohl kaum jemand, dass das die hiesige Geburtsstunde eines Range-Rover-Erfolgsmodells war. Zwei Jahre später war der "kleine" Evoque auf dem Markt - und verkaufte sich seither weltweit 770.000 Mal in acht Jahren - womit er ein Baustein zum Höhenflug der Briten in den vergangenen Jahren wurde.

Nun wurde in London die zweite Generation des Kleinsten aus der Luxusfamilie Land Rovers vorgestellt, die im März bei den Händlern sein wird (in Österreich 40.800 bis 59.150 Euro). Bemerkenswert: Alle Automatikversionen kommen mit einem 48-Volt-Mildhybridsystem, das sowohl die Leistung durch Drehmoment beeinflusst, aber auch in der Effizienz eine deutliche Verbesserung bietet: minus acht Gramm CO2 (ab 149 Gramm), minus sechs Prozent Verbrauch. Das Start-Stopp-System wird verfeinert, beim Ausrollen stellt sich unter 17 km/h der Motor ab, der innerhalb von 600 Millisekunden wieder gestartet werden kann.

Das ist nur die erste Stufe der Ankündigung, dass Jaguar Land Rover ab 2020 alle Modellreihen elektrifiziert. Ende 2019 kommt schon die Plug-in-Hybridversion im Evoque, dann mit einem völlig neuen 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner und einem 108 PS leistenden Elektromotor.

Doch vorerst dürfen sich Kunden des Evoque an einer umfassenden Überarbeitung im Design und in der Technik erfreuen. Im Fokus der Entwickler stand "ein kompaktes Luxus-SUV, das seine Gene behält und trotzdem mit viel Innovation modernisiert wird", wie es Designchef Gerry McGovern ausdrückte. "Ein ideales Fahrzeug für Offroadfahrten genauso wie für den täglichen Bedarf im Großstadtdschungel", fügte er schmunzelnd an.

Der Radstand wuchs um 21 Millimeter, die Überhänge wurden extrem kurz, daher gibt es mehr Platz für die Passagiere und im Laderaum (plus zehn Prozent auf 591 Liter).

Klar hat der neue Evoque das neueste All-Terrain-Response-Allradsystem sowie viele Assistenten an Bord, hat für agileres Verhalten neue Aufhängungen vorn und hinten und wurde auch im Gewicht durch leichte Materialien abgespeckt.

Die angebotenen Benziner und Diesel - "mit AdBlue und SCR-Kat entsprechen unsere Selbstzünder Euro 6d und sind blitzsauber", betonte Motorenentwickler Iain Grain - überzeugen: Der Diesel stößt um 90 Prozent weniger NOx aus als 2010, die Vierzylinder-Benziner der Ingeniumreihe bieten nun 15 Prozent mehr Effizienz bei 25 Prozent mehr Leistung.

Und ein besonderes Feature kann der neue Evoque als Weltneuheit bieten: Die erweiterten Fähigkeiten des Kamerasystems, das nun mit "clear sight ground view" jede Einstellung der Vorderräder zeigt und besonders bei engen Verhältnissen exaktes Fahren ermöglicht. Der Test in Londoner Katakomben bewies: Damit kann der Evoque auch auf Schienen (spricht zwei schmalen Fahrflächen) bewegt werden.

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