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Ford: Die tun was

Bei Ford nimmt man die Elektrifizierung als Anlass für einen Strategiewechsel.

Christian Weingärtner, Ford-Geschäftsführer für die DACH-Region. SN/ford
Christian Weingärtner, Ford-Geschäftsführer für die DACH-Region.

Wenn Führungspersönlichkeiten aus der Autobranche dieser Tage über die Zukunft sprechen, dann geht es meistens um das Thema Elektrifizierung. So auch bei Christian Weingärtner. Der 40-Jährige mit dem jugendlichen Gesicht ist seit Anfang des Jahres geschäftsführender Direktor für Ford in Deutschland, Österreich und der Schweiz. An dem Ziel, ab 2030 in Europa nur noch Pkw mit Elektroantrieb anzubieten, hält auch er fest.

Fords Pläne für die kommenden Jahre

Im Rahmen einer Fahrveranstaltung in Fürstenfeldbruck in der Nähe von München skizziert der Chef die Modellpläne der kommenden Jahre: "Ab 2023 beginnt die Produktion eines neuen Medium-Size-Crossovers in Köln, ab 2024 wird dort die Produktion um ein zweites Elektromodell, ein Sport-Crossover, erweitert. Im selben Jahr werden wir auch eine rein elektrische Version von unserem Bestseller, dem Puma, auf der aktuellen Plattform anbieten."

Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen, wo Ford seit sieben Jahren Nummer eins in Europa ist, geht es Schlag auf Schlag: Nicht weniger als fünf Modelle sollen demnächst verfügbar sein. 2023 kommt der Transit Custom für das Ein-Tonnen-Nutzlast-Segment und die Großraum-Limousine Tourneo Custom mit E-Antrieb. Im Jahr darauf folgen das neue leichte Nutzfahrzeug Transit Courier sowie das Mehrzweckfahrzeug Tourneo Courier als vollelektrische Version. Den Anfang macht schon in diesem Jahr der E-Transit, der vor Ort getestet werden konnte. Mit nicht weniger als 25 Konfigurationsmöglichkeiten, sieben Nutzlastklassen von 0,7 bis 1,6 Tonnen und einer Reichweite von bis zu 317 bildet er die Basis für die weiteren Pläne.

Neue Geschäftseinheit Ford Pro

Mit Ford Pro - das "Pro" steht dabei für Produktivität - hat man kürzlich eine neue eigene Geschäftseinheit gegründet, die Gewerbekunden in Zukunft alles aus einer Hand anbieten kann - vom Lade-Abo über die Finanzierung bis hin zur Flotten-Software samt Echtzeitüberwachung der kritischen Technik. Aber auch im Pkw-Bereich will man sich neu positionieren. "Wir werden in Zukunft weniger auf die Konkurrenz schauen, sondern versuchen, uns bewusst abzuheben", so Weingärtner. "Wir wollen nicht das bessere VW oder das günstigere Mercedes sein, sondern breitbeiniger und pointierter auftreten - also eher Patagonia und North Face anstatt Boss und Tommy Hilfiger."

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