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Honda HR-V: von der Formel 1 abgeschaut

Mit Hilfe der schnellsten Werksfahrer. Honda setzt in der dritten Generation des HR-V auf ein intelligentes Hybridsystem.

Technologisch gesehen fährt eine gehörige Portion Formel-1-Technik beim neuen Honda HR-V mit. SN/honda
Technologisch gesehen fährt eine gehörige Portion Formel-1-Technik beim neuen Honda HR-V mit.

Nicht jeder kann ein Max Verstappen sein. Aber man kann ein kleines bisserl von den Erfahrungen des Niederländers in der Formel 1 profitieren, wenn man den neuen Honda HR-V fährt - denn Erfahrungen aus der Formel 1 sind in die moderne Hybridtechnologie eingeflossen. Wer die dritte Generation des subkompakten City-SUVs wählt, bekommt nur diese Antriebsvariante mit 131 PS Systemleistung - und begleitet damit die Japaner auf dem Weg zu 40 Prozent Elektrifizierungsrate bis 2030 und 100 bis 2040 bei allen "Volumenmodellen". Das lässt die Spekulation offen, dass z. B. der nächste Civic R wieder ein reiner Verbrenner sein wird, weil … ist ja ein Nischenprodukt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Platzangebot, Fahrmodi, Antrieb & Co.

Der neue HR-V: markante Modernisierung im coupéhaften Außendesign, mit einer Front, die Understatement bietet und vielleicht deswegen schon Blicke anzieht. Mit fließenden Linien und einem aufgeräumten Heck. Innen gefallen höherwertige Anmutung und ein halb digitales, halb herkömmliches Cockpit. Das Platzangebot wurde bei gleicher Länge, gleichem Radstand und sogar etwas niedrigerer Höhe zum Vorgänger verbessert; auf ersten Testkilometern fallen aber die kurze Schenkelauflage vorn sowie die Abstufung unter den Vordersitzen auf - Letztere geschuldet dem zentral platzierten Benzintank. Doch ebenso ungewöhnlich ist beim neuen HR-V auch der Antrieb, der sich e:HEV nennt, mit einem 1,5-Liter-Benziner kombiniert wird und mit gesteigerter Leistung (131 PS) im Vergleich zum gleichen System im Jazz (109 PS) sowie Drehmoment (253 Newtonmeter) aufwarten kann. Die Leistung der beiden E-Motoren wird durch ein Viertel mehr Batteriezellen ermöglicht. Der Kraftstoffverbrauch sinkt auf 5,4 Liter nach WLTP (122 Gramm CO2). Drei Fahrmodi können verwendet werden: E-Antrieb (die Energie der Lithium-Ionen-Batterie versorgt die E-Motoren), das Hybridsystem (der Benziner aktiviert den zweiten E-Motor, der als Generator die Energie für den ersten E-Motor liefert) und der Verbrenner, der über eine Überbrückungskupplung direkt mit den Rädern verbunden ist. Wählt der Fahrer statt "D" die Stufe "B" im Fahrbetrieb, wird die Rekuperation beim Gas-Wegnehmen und Bremsen verstärkt. Die Stärke der Rekuperation lässt sich durch die Schaltwippen am Lenkrad einstellen. Zum geringeren Verbrauch im elektrischen Fahren trägt auch der Direktantrieb mit geringerer Reibung bei, der ein herkömmliches Getriebe ersetzt. Auffällig auf den ersten Testrunden: Der HR-V wird öfters ziemlich laut, da ist für die Techniker noch Luft nach oben …

Technologisch gesehen fährt eine gehörige Portion Formel-1-Technik beim neuen Honda HR-V mit. SN/honda
Technologisch gesehen fährt eine gehörige Portion Formel-1-Technik beim neuen Honda HR-V mit.

Mehr Komfort soll ein neues Belüftungssystem bringen. Verbesserungen in der Steifigkeit ermöglichen mehr Dynamik vor allem beim Einlenken. Der Handlingassist steigert die Stabilität in schnellen Kurven. Im Sicherheitspaket (Honda Sensing) gibt es eine neue hochauflösende Weitwinkelkamera, einen Ausparkhelfer (Querverkehr!) und verbesserte passive Sicherheit sowie Fußgängerschutz. Außerdem werkt der Bergabfahrassistent bei drei bis 20 km/h. Schließlich wurden im Infotainment leichter bedienbare Technologien mit erweiterter Konnektivität vereint.

Der HR-V ist bereits bestellbar und wird Anfang 2022 bei den Händlern sein. Die Preise in den drei Ausstattungen beginnen bei 31.290 (Elegance), 33.890 (Advance) bzw. 36.490 Euro (Advance Style).

Aufgerufen am 27.01.2022 um 06:55 auf https://motor.sn.at/news/honda-hr-v-von-der-formel-1-abgeschaut-111592816

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