News

Škoda Enyaq iV: Vorfreude ist die schönste Freude

Erste Ausfahrt mit dem Škoda Enyaq Sportline iV 80x. Die Tschechen überbrücken die langen Lieferzeiten ihres begehrten Elektro-SUV mit der ersten Allradvariante.

Der erste vollelektrische Allradler von äkoda kommt ziemlich sportlich daher. SN/škoda
Der erste vollelektrische Allradler von äkoda kommt ziemlich sportlich daher.

Juhu, wir fahren wieder. Frei nach diesem Motto findet die Automobilbranche allmählich wieder zurück in die Normalität des Tagesgeschäfts.

Lieferzeiten ändern sich ständig

Wobei: Fragt man etwas genauer nach, so sind die Unwägbarkeiten derzeit gefühlt fast ebenso groß wie während der diversen Lockdowns im Vorjahr. Die Gründe dafür sind am wenigsten in der sich allmählich entfaltenden Elektromobilität zu finden. Vielmehr stellen die Unterbrechungen in den internationalen Lieferketten die Autoimporteure vor enorme Herausforderungen. Abhängig von Ausstattung und Motorisierung ändern sich die vom Handel in Aussicht gestellten Lieferzeiten für gefragte Modelle beinahe stündlich.

Auch der Škoda Enyaq iV als einer der Stars des bisherigen Modelljahrs bleibt davon nicht verschont. Bereits vor der offiziellen Markteinführung Ende April freute man sich über mehr als 2000 Vorbestellungen für das tschechische Pendant zum VW ID.4. Wer damals bei der sogenannten "Founders Edition" zugeschlagen hat - der Anteil der Gewerbekunden lag bisher bei sagenhaften 90 Prozent - darf sich berechtigte Hoffnungen machen, den Enyaq noch im laufenden Jahr in die Garage stellen zu können. Wer seinen Kaufvertrag heute unterzeichnet, muss sich nach heutigem Stand höchstwahrscheinlich bis ins erste Halbjahr 2022 hinein gedulden.

Zusätliches Kontingent an Sportline-Varianten für Österreich

Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings für die enttäuschten Enyaq-Fans: Von den nun nachgereichten Sportline-Varianten gibt es speziell für den österreichischen Markt ein zusätzliches Kontingent, von dem die ersten Fahrzeuge laut Škoda-Pressesprecher Gregor Waidacher ebenfalls noch 2021 geliefert werden können. Auf jeden Fall gilt das für die beiden heckgetriebenen Sportline-Versionen 60 und 80. Und auch das ein oder andere Topmodell mit der Typenbezeichnung Sportline 80x, das ab Juli bestellbar sein wird, dürfte sich noch in diesem Jahr nach Österreich verirren.

Topmodell 2020: der Škoda Enyaq Sportline iV 80x

Bis der RS der Enyaq-Baureihe im kommenden Jahr die leistungsmäßige Krone aufsetzen wird, bleibt der Sportline iV 80x das Topmodell im Elektroportfolio der Tschechen. Als Akku-Option steht dabei der 82-kWh-Energiespeicher (77 kWh netto) zur Verfügung, für den das Werk in Mladá Boleslav generös eine Reichweite von über 500 Kilometern gemäß WLTP-Norm angibt. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der 80x in knapp unter sieben Sekunden, bei 160 km/h wird elektronisch abgeriegelt.

Dank eines zusätzlichen Elektromotors an der Vorderachse bringt der 80x seine insgesamt 195 kW bzw. 265 PS Leistung per Allradantrieb auf die Straße - wobei im normalen Fahrmodus standardmäßig nur die hintere Achse angetrieben wird. Erkennt das System akuten Bedarf an erhöhter Traktion, schaltet sich der vordere E-Motor binnen Sekundenbruchteilen dazu. Im Sportmodus wird der zweite Motor zudem von Vornherein in eine Art Alarmmodus versetzt.

Trotz stattlicher 425 Newtonmeter Drehmoment, die im batterieelektrischen Enyaq quasi aus dem Stand zur Verfügung stehen, kam bei den bisherigen Testfahrten nie das Gefühl auf, dass den heckangetriebenen Varianten etwas abginge. Zu perfekt regeln die elektronischen Helferlein durchdrehende Räder auf trockenem Asphalt von Vornherein weg. Wobei das Thema während eines typischen österreichischen Winters angesichts von mindestens 2195 Kilogramm Leergewicht wohl noch einmal neu zu bewerten sein wird. Im Vergleich zum deutlich schwächeren Sportline 80 mit 150 kW bzw. 204 PS ist der Allradler mit zwei Motoren um knapp 90 Kilogramm schwerer. Beim Importeur erwartet man für den Stromer anfänglich einen Allradanteil von 20 Prozent. Dieser dürfte mit weiteren 4x4-Varianten im Angebot noch weiter steigen. Preislich dürfte die Differenz bei 3000 bis 3500 Euro liegen, wobei der Listenpreis des Sportline 80 bei 50.760 Euro beginnt, jener des Sportline 60 bei 44.640 Euro.

Abgesehen vom Antrieb setzen die Sportline-Versionen beim Enyaq auf dieselben dynamischen Attribute wie die anderen Škoda-Modelle. Das serienmäßige Sportfahrwerk verfügt über speziell abgestimmte Federn und Dämpfer und liegt vorn 15 und hinten um zehn Millimeter tiefer. Unterstrichen wird die sportliche Optik von der in Wagenfarbe lackierten Frontschürze und Seitenschwellern, schwarzen Farbakzenten und bis zu 21 Zoll großen Rädern. Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer und dementsprechende Heckleuchten sind beim Sportline Serie.

Aufgerufen am 15.06.2021 um 05:07 auf https://motor.sn.at/news/koda-enyaq-iv-vorfreude-ist-die-schoenste-freude-104875282

Schlagzeilen