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Mazda: Mut zum Experiment beim neuen Mazda3

Mazda bringt mit dem neuen 3er auch einen Benziner-Selbstzünder. Und bringt eine Technologie in Serie, die andere Hersteller verwarfen.

Eine neue Autogeneration kommt meistens mit deutlichen Veränderungen. So auch die nun vierte beim Mazda3. Doch wer dachte, die Japaner folgen dem Trend der Abkehr vom Diesel, der irrt. Der Kompakte, der als Hatchback am 22. März bei den heimischen Händlern steht (es gibt schon jetzt 300 Kundenbestellungen) und im Mai auch als sehr sportliche Limousine kommt, wird weiter auch mit einem 116-PS-Diesel (4,1 Liter Verbrauchsschnitt und 107 Gramm CO2) angeboten. "Wir waren nie eine starke Dieselmarke", sagt Österreich-Chef Heimo Egger und beziffert den Dieselanteil über alle Modelle mit 25 Prozent (vor zwei Jahren noch 37).
Dazu kommt der 3er auch mit einem ebenfalls aus der Skyactiv-Technologie stammenden 122-PS-Benziner (5,1 Liter/117 Gramm). Doch die große Neuerung im Antrieb folgt erst zu Jahresende: Da führt Mazda (schrittweise in den Regionen) auch in Europa den ersten Skyactiv-X ein, einen Benziner-Selbstzünder - und bietet ein Experiment im Markt an, das andere Hersteller versuchten, aber wieder verwarfen. Mit der Kompressionsdruckzündung soll weniger Verbrauch bei höherer Leistung möglich werden, Vorteile von Diesel- bzw. Benzinantrieb. werden so kombiniert. Der X-Motor soll rund 180 PS leisten und wird auch mit Allradantrieb angeboten werden.

Mazda überzeugt mit neuem Design, neuer Ausstattung und neuer Zusatzpakete

Neu ist bei Mazda zudem auch die Ausstattung aller Benziner als Mildhybrid mit einem 24-Volt-Akku, der umgewandelte Bremsenergie speichert und beim Beschleunigen über einen Generator Energie zuschießt. Der Benziner bietet außerdem Sparpotenzial beim Verbrauch durch eine Zylinderabschaltung bei konstanter Geschwindigkeit.
Dass Mazda im Design seit Einführung der Kodo-Linie eine führende Rolle spielt, konnten Designchef Jo Stenuit und sein Team auch beim neuen 3er beweisen, der beim Hatchback noch mehr in Richtung Sportcoupé gestylt wurde und dadurch an Attraktivität gewann.
Und weil sich auch die Japaner immer mehr in Richtung Premium orientieren, wird die Ausstattung getrimmt: Es gibt statt zuvor fünf nur noch zwei Linien, Comfort und Comfort+ sowie vier Zusatzpakete. Denn schon die Basisausstattung ist umfangreich, z. B. mit einem Head-up-Display und zahlreichen Sicherheitsfeatures wie Notbremsassistent, Einparkhilfe hinten, Spurwechsel- und Spurhalteassistent und die verbesserte Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control Plus. Dazu gibt es 16-Zoll-Alufelgen, LED-Licht und einen digitalen Tacho. Besonderer Wert wurde auch auf ergonomische Sitze und die verbesserte Geräuschdämmung gelegt.
Durch die umfangreiche Ausstattung ist der Einstiegspreis 23.990 Euro, der Diesel kostet 2400 mehr, der X beginnt bei 26.990 Euro.

Aufgerufen am 21.07.2019 um 02:08 auf https://motor.sn.at/news/mazda-mut-zum-experiment-beim-neuen-mazda3-66478855

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