News

NIU-Elektroroller: Geräuschlos und abgasfrei

Mit dem NIU-Elektroroller auf leisen Sohlen durch das Stadtgebiet. Im Nahverkehr ist das "125er-Modell" NGT eine interessante Alternative.

"Ungewohnt", so kann man mit einem Wort ausdrücken, wie es sich anfühlt, wenn statt eines 125er-Motors plötzlich ein Elektromotor im Roller summt. Denn es fehlen zwei gewohnte Eindrücke: das Hören und das Fühlen. Denn erstens ist der Antrieb des NIU NGT praktisch geräuschlos und zweitens fühlt man auch keine Vibrationen wie beim Verbrennungsmotor.

Die chinesischen NIU-Elektroroller drängen jetzt auch auf den österreichischen Markt. Wenn man sich daran gewöhnt hat, dass man die Geschwindigkeit eben nicht hört und fühlt, sondern mit einem Blick auf das gut sichtbare Digitaldisplay ablesen kann, wird man die Vorteile eines Elektroantriebs gerade in der Stadt schnell genießen können. Denn obwohl der Roller nur 3,5 KW Leistung hat, zieht er dank Elektromotor zügig an. Gepaart mit der schmalen Breite von 69 Zentimetern und 1,78 m Länge ist man auch im dichteren Verkehr wendig und schnell.

Drei Fahrmodi helfen, sich an die Gegebenheiten anzupassen. Mit "E-Save" erreicht man nur rund 30 km/h, was beim Manövrieren auf engem Raum, etwa in Garagen oder auf Parkplätzen, praktisch ist. Zudem braucht man weniger Energie, was die Reichweite erhöht. Standard ist der "Dynamic-Modus", mit dem man auf Moped-Tempo kommt. Für diese beiden Varianten braucht man nur einen der beiden mit einem Griff entnehmbaren Akkus. Wählt man den "Sport-Modus", geht es bis knapp 80 km/h. Realistisch ist eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern mit einer Vollladung beider Akkus. Praktisch dabei: Die Anzeige für die Restlaufzeit zeigt quasi auch die restlichen Kilometer an, denn ein Prozentpunkt Ladung entspricht etwa einem Kilometer Strecke. Durch die Rekuperation erhöht sich die Reichweite. Apropos Straße: Weil man sich wie auf einem E-Bike fühlt, ist die Verlockung groß, durch Fußgängerzonen oder auf Radwegen zu fahren. Das ist natürlich verboten, der NGT ist und bleibt ein Quasi-125er-Roller mit weißer Kennzeichentafel und grüner Schrift.

Schmerzlich vermisst wird ein Stauraum. Da der zweite Akku das Helmfach unter dem Sitz ausfüllt, lassen sich nicht einmal die kleinsten Dinge unterbringen. Ein nachrüstbares Topcase ist also unbedingt empfehlenswert.

Zahlreiche Details wie herausklappbare Fußraster für den Beifahrer, eine NIU-App für Service und Statistik oder eine Alarmanlage runden das rund 4000 Euro teure Paket (inkl. Förderung) ab. Beim Design ist sicher noch Luft nach oben, wichtiger sind die technischen Features.

Aufgerufen am 24.08.2019 um 09:57 auf https://motor.sn.at/news/niu-elektroroller-geraeuschlos-und-abgasfrei-74547208

Kommentare

Schlagzeilen