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Opel Astra: Nach 86 Jahren in eine neue Ära

Opel beginnt mit dem Astra der fünften Generation die digital und elektrisch geprägte Phase.

Den neuen Opel Astra gibt es ab sofort auch als Plug-in-Hybrid. SN/opel
Den neuen Opel Astra gibt es ab sofort auch als Plug-in-Hybrid.

Eigentlich ist die Baureihe ein Oldie. Denn vor 86 Jahren kam der erste Opel Kadett auf den Markt. Den Bestseller in der Kompaktklasse benannte der damalige Eigentümer General Motors analog zum Vauxhall-Zwilling 1991 in Astra um. Und nun kommt die fünfte Generation, mit der die neben Corsa und Mokka wichtigste Modellreihe der deutschen Stellantis-Tochter in die Zukunft fährt, und die ist (natürlich) vernetzt und elektrisch.

Futuristisches, digitales Cockpit

Apropos neue "Mutter" Stellantis: Auch wenn erste Eindrücke, außen wie innen und technisch, an den Konzernbruder Peugeot 308 erinnern, "so ist der neue Astra durch und durch ein Rüsselsheimer, hier designt, entwickelt, gebaut", betont Sprecher Martin Golka. Ohne Übertreibung ist der neue Astra tatsächlich ein Meilenstein: Mit dem dynamisch-markanten Frontdesign "Opel Vizor", optionaler Zweifarblackierung, neuem, blendfreiem Intelli-Lux-Licht (mit je 84 LED-Elementen für die Scheinwerfer) erstmals im Kompakten, mit futuristischem, digitalem Cockpit und zwei Widescreen-Displays, mit fünf Kameras, fünf Radar- und zwei Ultraschallsensoren, neuem Infotainment mit Touchscreen- sowie Sprachsteuerung und drahtloser Smartphone-Anbindung. Besonders überzeugend verliefen die ersten Testkilometer an Portugals Costa do Estoril mit dem ersten elektrifizierten Astra, dem Plug-in-Hybriden mit bärenstarken 180 PS Systemleistung und 60 Kilometern E-Reichweite (nach WLTP). Da machen Fahrwerk, Handling, Traktion, Lenkung, Bremsen und vor allem Durchzug nur Freude.

Motorisierungen

Da zeigen Opels Spezialisten ordentlich auf. Übrigens: Fahren im E-Modus wird im Digi-Cockpit in blauer Farbe angezeigt, sonst in weißer. Der Hybride vereint einen 1,6-Liter-Turbobenziner (150 PS) mit einem E-Motor (110/Batterien von LG, 12,4 kWh) und der aus dem Konzern bekannten und bewährten Achtgangautomatik, was mit 26 Gramm CO2 zu Buche steht. 225 km/h wird als Spitze angegeben, elektrisch sollen 135 km/h erreichbar sein. Mit einer 7,4-kW-Wallbox lässt sich die Batterie in zwei Stunden laden. Die Spitze ist das alles aber noch nicht, denn noch heuer soll die Topversion mit 225 PS Systemleistung (31 Gramm CO2) kommen - wird das ein neuer GSi? "Bleibt dran", sagen die Opel-Leute schmunzelnd.

An Verbrennern sind der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner (110 PS und Sechsgangschaltung, 126 Gramm CO2 bzw. 130 mit Schaltung oder Automatik, 129 bzw. 131 Gramm CO2) sowie der 1,5-Vierzylinder-Turbodiesel mit 130 PS (Schaltung oder Automatik, 119 bzw. 122 Gramm CO2) verfügbar. An Ausstattungen ist die Wahl groß: Basis, Edition, Business Edition, Elegance, Business Elegance, GS Line und Ultimate. Die Preise: Benziner 22.179 bis 36.839 Euro, Diesel 27.599 bis 39.319, Hybrid 34.999 bis 43.799 Euro.

Warten auf den Astra SportsTourer

Etwas länger warten müssen Interessierte auf den ersten Opel-Kombi, der im neuen Design auftreten wird: Der ebenso schicke wie dynamische Astra Sports Tourer, ebenfalls optional mit Zweifarblackierung, wird demnächst bestellbar sein und soll im Spätsommer/Herbst bei den heimischen Händlern ankommen.

Im 2017 vorgestellten Weg zur Elektromarke ist Opel auf Kurs: Denn 2023 kommt der rein elektrische Astra-e, ein Jahr später wird es in jeder Baureihe Elektrifizierung geben und 2028 steht Opel komplett unter Strom: Doch "rein elektrisch" bekommt den Zusatz "in Europa". Von den politischen Vorgaben in Europa halten andere Märkte bekanntlich wenig, sodass Verbrenner "überleben" werden.

Aufgerufen am 04.12.2022 um 04:59 auf https://motor.sn.at/news/opel-astra-nach-86-jahren-in-eine-neue-aera-117435991

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