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Porsches DNA - Die nächste GTS-Generation

Der 718 ist nicht der teuerste und nicht der spektakulärste Porsche - vielleicht aber der stimmigste.

Ein griffiges Lederlenkrad, zwei Sitze und ein Motoren-Sound zum Niederknien. Was braucht ein Sportwagenfahrer mehr? Eben. Ablageflächen sicher nicht, einen Kofferraum erst recht nicht zwingend. Na ja: Ein bisschen was geht immer. Zum Beispiel beim Motor.

Womit wir genau bei der Kombination 718 und GTS wären. Der 718 ist der kleinste und wohl puristischste Wagen aus der Porsche-Familie. GTS wiederum steht für Gran Turismo Sport und dahinter verbirgt sich die Premier League bei Porsche, also ein nochmals leistungsstärkerer Motor und ein nochmals auf Performance abgestimmtes Fahrwerk. Die spezielle Modellfamilie ist vor allem in Österreich gefragt, der GTS-Anteil am 911 beträgt 25 Prozent, am 718 sogar rund 30 Prozent.

Dann gibt es beim 718 nur noch ein kleines Detail zu klären, geschlossen als Cayman oder offen als Boxster? Da wäre man noch näher am Sound dran. Und das zahlt sich aus, denn es ist eine Abkehr aus der inflationären Welt der Turbolader: Im 718 werkelt ein Sechs-Zylinder-Boxer-Saugmotor mit Vier-Liter-Hubraum mit 400 PS (294 kW), eine heute gar nicht mehr so häufig anzutreffende Spezies, die auf der Motorenfamilie des 911 aufbaut. Die variable Sauganlage unterstütze schnelle Gaswechsel, klären die Porsche-Techniker auf. Was heißt das für den Fahrer: Der Wagen reagiert fast schon hochsensibel auf jeden noch so kleinen Pedaldruck. Das ist gekoppelt mit einer dynamischen Zwischengasfunktion, die sich beim Schalten in einen niedrigeren Gang akustisch bemerkbar macht. Am Ende ist der 718 GTS die treffliche Antwort auf die Frage, wofür eigentlich die Marke Porsche steht.

Einen etwas anderen Weg geht man beim Macan in der Ausstattungsvariante GTS: Der Motor, der die Lücke zwischen S und Turbo schließen soll, ist ein V6-Biturbomotor mit 2,9 Litern, der 520 Newtonmeter Drehmoment und 380 PS (280 kW) aus dem Aggregat herauslockt. Beim Macan hat man auch ganz andere Herausforderungen als bei anderen Baureihen: Wie bringt man einem SUV die Fahrleistungen eines Fahrzeugs bei, das sich Porsche nennt? Nun, da heißt das Zauberwort für die Techniker Querdynamik. Stahlfederung, aktives Dämpfersystem und Stabilisatoren wurden noch einmal komplett überarbeitet, die Karosserie um 15 mm tiefergelegt. Von der puristischen Welt des 718 ist man meilenweit entfernt, dennoch darf man den Begriff sportlich hier verwenden.

Die Österreich-Markteinführung für beide Modelle ist im März 2020, die Preise: 718 Boxster ab 104.893, 718 Cayman ab 102.400 und Macan GTS ab 98.3700 Euro.

Aufgerufen am 04.04.2020 um 06:20 auf https://motor.sn.at/news/porsches-dna-die-naechste-gts-generation-84082666

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