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Spät, aber doch: Toyota steigt ins Elektro-Wettrüsten ein

Der japanische Autoriese plant 30 reine Elektroautos bis zum Jahr 2030.

Die neue, bunte Elektrowelt von Toyota: Bis 2030 plant man 30 neue Modelle. SN/toyota
Die neue, bunte Elektrowelt von Toyota: Bis 2030 plant man 30 neue Modelle.

Elektroautos und Toyota, das war nie eine große Liebesbeziehung. Während der größte Autobauer der Welt bereits Ende der 1990er-Jahre die Hybridtechnologie einführte, weigerte sich die Führung in der japanischen Präfektur Aichi bis zuletzt, die Dominanz des reinen Elektroantriebs anzuerkennen.

30 neue Elektroautos

Im Rahmen einer Onlinepräsentation vor wenigen Tagen kam nun der überraschende Kurswechsel: Im Zuge einer global ausgerollten Elektrostrategie will Toyota bis zum Jahr 2030 30 neue Elektroautos einführen. Der globale Absatz vollelektrischer Fahrzeuge soll dadurch auf 3,5 Millionen Einheiten steigen. Europa soll dabei eine Schlüsselrolle spielen: Lexus wandelt sich bis 2030 zum ausschließlichen E-Anbieter in der Region, Toyota offeriert ab 2035 ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge.

Optionen für Kunden weltweit

"Um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern, müssen wir die CO2- Emissionen so weit wie möglich und so schnell wie möglich reduzieren", erklärte Akio Toyoda, Präsident und CEO der Toyota Motor Corporation. "Wir leben in einer diversifizierten Welt und in einer Zeit, in der die Zukunft schwer vorstellbar ist. Daher ist es schwierig, mit einer Einheitslösung alle zufriedenzustellen. Deshalb möchte Toyota Kunden auf der ganzen Welt so viele Optionen wie möglich anbieten." Den Anfang macht das gemeinsam mit Subaru entwickelte Elektro-SUV bZ4X, das im kommenden Jahr nach Europa rollen und Auftakt einer kompletten vollelektrischen Modellfamilie sein soll. Ein mittelgroßes SUV mit drei Sitzreihen und ein kleiner Crossover sollen die bZ-Serie ergänzen. Letzterer soll mit einem Stromverbrauch von nur 12,5 kWh pro 100 Kilometer auskommen.

An Feststoffbatterien wird gearbeitet

Auch die Batterietechnik wird sukzessive weiterentwickelt. Nachdem erst kürzlich die kommerzielle Produktion bipolarer Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMh) angelaufen ist, die weniger Mineralien verbrauchen und bei doppelt so hoher Leistungsdichte kostengünstiger sind, werden ähnliche Fortschritte bei Lithium-Ionen-Batterien erwartet. Außerdem arbeitet Toyota an der Einführung sogenannter Feststoffbatterien: Diese sollen eine höhere Leistung, eine größere Reichweite und kürzere Ladezeiten ermöglichen.

Aufgerufen am 21.01.2022 um 05:29 auf https://motor.sn.at/news/spaet-aber-doch-toyota-steigt-ins-elektro-wettruesten-ein-114346174

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