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Urlaub mit den Wohnwagen - Auf was muss geachtet werden?

Der Camping-Boom lässt auch die Anzahl der Wohnwagen steigen. Wer mit dem Gespann auf Urlaub fährt, sollte vorher das Fahren üben.

Vor einer Fahrt mit dem Wohnwagen sollte zuhause geübt werden. SN/stockadobe/s-motive
Vor einer Fahrt mit dem Wohnwagen sollte zuhause geübt werden.

Urlaubszeit ist Wohnwagen-Zeit. Zumindest kann man diesen Eindruck bekommen, wenn man in den Sommermonaten auf den typischen Transitrouten gen Süden unterwegs ist. Doch Vorsicht: Wer mit dem Wohnwagen in den Urlaub fährt, sollte nicht nur fahrerisches Geschick mitbringen, sondern unbedingt auch vor der längeren Fahrt geübt haben. "Oft liegen zwischen den Urlaubsfahrten viele Monate. Ein Training ist daher unbedingt empfehlenswert", sagt Tomas Mehlmauer, Präsident des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC). "Außerdem ist es wichtig, die speziellen Vorschriften für Gespanne im In- und Ausland zu kennen." So muss beispielsweise in Kroatien ein zweites Warndreieck für den Anhänger mitgeführt werden. In der Schweiz dürfen Gespanne auf dreispurigen Autobahnen nicht den linken Fahrstreifen benutzen. In Großbritannien wiederum auf drei- oder mehrspurigen Straßen nicht die rechte Fahrspur. Und in Luxemburg müssen Gespanne über 3,5 Tonnen bzw. über sieben Meter Länge hinter anderen Gespannen einen Mindestabstand von 50 Metern einhalten.
Grundsätzlich dürfen nur solche Anhänger gezogen werden, bei denen die Vorschriften nicht verletzt werden. Am ehesten kommt es zu Verstößen bei den kraftfahrrechtlichen Gewichtslimits von Zugfahrzeug und Anhänger. Wichtig ist etwa auch die Stützlast. Die wesentlichen Angaben dazu finden sich aber in den Zulassungsscheinen von Zugfahrzeug und Anhänger.

Regeln für das Fahren eines Wohnwagens

Die wichtigsten Grundregeln zum Fahren mit einem Wohnwagen-Gespann hier noch einmal im Überblick:
1. Unterlegekeil
Für jeden Anhänger über 750 Kilogramm höchstzulässigen Gesamtgewichts muss mindestens ein Unterlegekeil mitgeführt werden. Dieser wird beim Parken unter die Räder des Anhängers platziert, um das Wegrollen des Anhängers zu verhindern.

2. Zusatzaußenspiegel
Ist der Wohnwagen breiter als das Zugfahrzeug, kann man das Straßengeschehen neben und hinter dem Fahrzeug oft nicht ausreichend einsehen. Daher müssen zusätzliche Außenspiegel installiert werden.

3. Sicherungsseil
In Österreich ist, genauso wie in der Schweiz und in den Niederlanden, eine zusätzliche Sicherungsverbindung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger vorgeschrieben, beispielsweise eine Kette. Das gilt für leichte, ungebremste Anhänger ebenso wie für schwere Wohntrailer mit Auflaufbremse. In Deutschland müssen nur Anhänger mit Auflaufbremse zusätzlich mit einem Abreißseil gesichert werden.

4. Überstehende Ladung
Hinten überstehende Ladung, wie beispielsweise ein Fahrradträger, muss deutlich markiert werden. In Österreich ist dafür bei Dunkelheit eine reflektierende Kennzeichnung erforderlich. In Italien ist eine 50 x 50 Zentimeter große, rot-weiß gestreifte, reflektierende Tafel vorgeschrieben. Die ÖAMTC Fahrtechnik bietet Kurse an, in denen nicht nur das Fahren und Bremsen, sondern auch die richtige Ladesicherung trainiert wird.

Weitere praktische Tipps rund um das Thema Camping, Fahrtechnik und Wohnwagen findet man online unter: campingclub.at

Quelle: SN

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