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Volkswagen gibt sich auf Messe volksnah

Auf der IAA Mobility in München positioniert sich VW als Elektrovorreiter. Die Studie ID.Life gibt einen Ausblick auf den ersten Kleinwagen auf MEB-Basis.

Wohin man auch blickt und mit wem man auch redet - Volkswagen-CEO Herbert Diess scheint auf der neu gestalteten IAA im München omnipräsent. Ob im Einklang mit seinen Vorstandskollegen im Rahmen der traditionellen Pre-Opening-Abendveranstaltung im Vorfeld der Messe, in Plauderlaune mit dem kroatischen Start-up-Star Mate Rimac auf der Vortragsbühne oder am Messestand der Hauptmarke VW, dessen Größe zumindest ein wenig an die alten Zeiten der IAA in Frankfurt erinnert.

Es mag auch an der Tatsache liegen, dass ein beträchtlicher Teil der globalen Autoindustrie dem ehemals wichtigsten Branchenevent des Jahres fernblieb. Und doch beschleicht einem das Gefühl, dass der Volkswagen-Konzern mit all seinen Submarken das Geschehen in und um die bayerische Landeshauptstadt fast nach Belieben dominiert.

T-Baureihe ist Star der Messe

Neben den bereits bekannten, elektrifizierten Modellen, zu denen sich erstmals auch die Coupé-Variante des SUV ID.4, genannt ID.5, gesellte, ist die jüngste Generation der legendären T-Baureihe einer der Stars des Messeauftritts der Wolfsburger. Der mittlerweile bei Generation sieben angekommene Multivan teilt sich nun die technische Basis mit dem Golf und bietet neben allerlei elektronischer Komfort- und Sicherheitsfeatures erstmals auch die Option eines Plug-in-Hybridantriebs.

Ausblick auf Einsteigermodell

Die echte Revolution fand allerdings am anderen Ende der Modellpalette statt: Mit der Studie ID.Life gewährt VW einen ersten Ausblick auf das kommende Elektro-Einsteigermodell, das 2025 - und damit bereits zwei Jahre früher als bisher geplant - auf den Markt kommen wird. Welche Details der ganz bewusst extrem reduziert und mit allerlei nachhaltigen Details gespickten Studie es in vier Jahren in das dann vermutlich ID.2 genannte Serienmodell schaffen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass der für die urbanen Mobilitätsbedürfnisse einer jungen Zielgruppe gedachte Kleinwagen dann bereits zu Preisen zwischen 20.000 und 25.000 zu haben sein soll. Neben den vier Türen und einer großen Heckklappe bietet der ID.Life als erstes Fahrzeug auf Basis des Elektrobaukastens MEB die Kombination aus batterieelektrischem Antrieb und Frontantrieb. Der 234 PS starke E-Motor schafft eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 6,9 Sekunden, die Reichweite soll rund 400 Kilometer betragen. Geplant sind auch Derivate mit Škoda- und Cupra-Label.

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