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VW Passat - Ein Dauerbrenner wird ganz modern

Volkswagen verpasst dem Passat ein großzügiges Update - vielleicht letztmalig für die Limousine.

Wenn ein Modell seit 1973 auf dem Markt ist und heuer am 14. März zum 30-millionsten Mal verkauft wurde, kann man getrost von einem Bestseller sprechen. Und dennoch ist die Zukunft für den Volkswagen Passat nicht ganz ungetrübt: Weil das Interesse der Kunden an Mittelklasselimousinen in den vergangenen Jahren konstant zurückging, Kombis aber weiter (vor allem als Firmenautos) gefragt sind und SUVs mehr und mehr zulegen. Daher könnte es sein, dass das umfangreiche Update für den aktuellen Passat, der bei uns aufgewertet im Oktober starten wird, das letzte für die Limousine sein wird, wie ein VW-Sprecher bei der Vorstellung in Frankfurt andeutete. Der Kombi, bei VW traditionell Variant genannt, hat aber weiter eine gesicherte Zukunft.

Das Update fällt diesmal so umfangreich aus, dass viele andere Hersteller wohl von einer neuen Generation sprechen würden. Da ist einmal der "Evo" genannte neue Zweiliter-Turbodiesel
(150 PS) mit doppeltem Katsystem und zweifacher Ad-Blue-Dosierung und folglich deutlich reduziertem CO2-Ausstoß (Werte noch nicht homologiert), der Vorbote der künftigen Dieselgeneration des Konzerns ist. Bei den Assistenten sticht der neue Travel Assist hervor, der das autonome Fahren durch vorausschauenden, adaptiven Tempomat und Spurhalter über fast den gesamten Geschwindigkeitsbereich einen weiteren Schritt näherbringt. LED-Matrix-Licht ist nun verfügbar. Das Lenkrad vereint zusätzliche Bedienelemente, das Cockpit ist natürlich digital, "Volkswagen We" bündelt sechs Konnektivitätssysteme. Und wer beim Fahren gern hört, für den gibt es ein 700-Watt-Audiosystem (Dynaudio).

Highlight des neuen Passat ist aber der Plug-in-Hybride (GTE): Zum 1,4-Liter-Turbobenziner kommt ein E-Motor, beide erbringen 218 PS Systemleistung. Das Hybridsystem wurde ebenfalls weiterentwickelt, schafft nun 55 Kilometer rein elektrisch (nach WLTP) aus einer
135 Kilogramm schweren 13-kWh-Batterie (Mehrgewicht insgesamt 200 Kilogramm).

Das Batterienpack nimmt den Platz des Reserverads ein und verkleinert nicht den Laderaum. Die Vollladung an der normalen Haushaltssteckdose dauert 5,5 Stunden, mit Wallbox 3,5.

In Österreich werden der 1,5-Liter (150 PS) und Zweiliter-Turbobenziner (190), vier Diesel (1,6/2,0, 120 bis 240 PS) und der GTE als Limousine und Variant angeboten. Der Alltrack kommt nur mit dem Zweiliter-TDI (190 PS). Alle Motoren erfüllen die Norm Euro 6d-Temp (außer GTE und 1,4 TSI, Euro 6d). Beim Importeur Porsche Austria erwartet man beim Absatz rund ein Viertel Benziner und drei Viertel Diesel, beim GTE werden nur 1,7 Prozent aller Zulassungen vorhergesehen. Die Preise beginnen beim Benziner (Limousine) bei 32.290 Euro; GTE ab 46.020, Alltrack ab 50.930 Euro. Drei Ausstattungen (Passat, Business, Elegance) werden angeboten.

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