Autotest

Der neue Ford Focus wies einige Fehler beim SN-Autotest auf

Etwas Pech mit dem neuen Ford Focus: War unser Testwagen ein "Montagsauto"?

Der in vierter Generation völlig neu entwickelte Focus schaffte es 2018 in die "Final Six" der Autobest-Wahl und konnte da überzeugen, belegte am Ende nach Bewertung durch 31 Juroren aus 31 europäischen Ländern Platz zwei (die SN als Österreichs Vertreter wählten ihn auf Platz eins). Der Focus erwies sich - auch dann im SN-Test - als sportlicher Kompakter mit hervorragenden Fahreigenschaften, angenehmem Ambiente und solide-eleganter Ausstattung.

Leider gibt es aber auch immer wieder "Montagsautos", und unser Testwagen der ST-Line mit 120-PS-Turbodiesel trübte durch einige Macken das Fahrvergnügen.

Nach wenigen Kilometern ging die Motorblock-Warnleuchte an - also schnell zum nächsten Ford-Vertragspartner gefahren, sicherheitshalber. Ein freundlicher Mitarbeiter nahm sich des Focus sogleich an, berichtete nach 20 Minuten: "So viele Fehlermeldungen habe ich noch nie ausgelesen." Es reichte die Löschung, damit war das offensichtliche Elektronikproblem behoben.

Tags darauf, beim zweiten Anstarten, machte sich die nächste Warnleuchte bemerkbar, auf den neuerlichen Werkstattbesuch konnte verzichtet werden, da sie nach dem dritten Start an diesem Tag verschwunden war.

Bemerkenswert war aber doch, dass sich bei der Bluetooth-Verbindung mit dem Mobiltelefon die Kontakt- und Anrufliste nicht laden ließ - das ging erst nach der Löschung der Fehlermeldungen in der Werkstatt.

Was aber bis zum Testende auftrat: Die automatischen Fensterheber vorn öffneten zwar korrekt, beim Schließen ging es mit der Scheibe hinauf und sofort wieder, eben automatisch (!), hinunter - bei offenem Seitenfenster im Winter mit Minusgraden draußen ist das gar nicht lustig. Die Abhilfe war
ein "manuelles" Schließen mit vorsichtigem Anheben bis knapp vor dem Anstehen der Fensterscheibe oben ...

Ansonsten: sechs Liter Verbrauchsschnitt bei 120 PS im Winter waren okay, Handling und Traktion überzeugten, Leistung und Drehmoment waren absolut ausreichend. Und am schnellsten funktionierte die Sitzheizung. Was im tiefen Winter wirklich ein Plus war.

Im Test: Ford Focus ST-Linie 1,5

Test Ford Focus ST-Linie 1,5
Motor/Fahrwerk Reihen-Vierzylinder-Turbodiesel, 1499 ccm, 88 kW/120 PS bei 3600 U/min, 300 Nm bei 1750-2250 U/min, Achtgangautomatik, Frontantrieb.
Ausstattungshighlights Leichtmetallräder 17 Zoll, Sportsitze vorn, Sportfahrwerk, Lederlenkrad ST-Design, LED-Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, Notrad, Parkpilot vorn und hinten.
Maße/Gewichte L/B/H 4387/1979/1471 mm, Radstand 2700 mm, Laderaum 341-1320 l, 1394 kg, zulässig 1910. Tank: 47 l.
Fahren/Verbrauch Spitze 193 km/h, Beschleunigung auf 100 km/h 10,2 Sek. Verbrauch 5,0/4,1/4,4 l/100 km (116 g CO2), im Test 6,0 l.
Preis Basispreis: 29.518 Euro; Testwagen (Design-, Komfort-2- und Stylingpaket, Navi mit Sync 3, Metallic dynamic-blau, Totwinkelassistent) 35.432 Euro.

Aufgerufen am 23.05.2019 um 11:40 auf https://motor.sn.at/autotest/der-neue-ford-focus-wies-einige-fehler-beim-sn-autotest-auf-68983624

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