Autotest

DS7 Crossback: Ein Auto, drei Motoren

Premium-Feeling auf Französisch. Der DS7 Crossback im SN Autotest.

Auffällig in jeder Umgebung: der DS7 Crossback. SN/mrazek
Auffällig in jeder Umgebung: der DS7 Crossback.

Was für ein Schiff! Diese und ähnliche Kommentare bekommt man als Fahrer eines DS7 Crossback öfters zu hören. Obwohl das französische Oberklasse-SUV de facto "nur" 4,7 Meter lang ist, geht es optisch tatsächlich schon mehr in Richtung amerikanischer Straßenkreuzer. Doch halt, damit tut man dem DS7 auf jeden Fall unrecht. Schließlich gibt es aktuell kaum ein Auto, bei dem der Fokus dermaßen auf dem Design liegt. Bullig und muskulös im Auftritt, im Detail aber geradezu verspielt. Wer einmal die liebevoll programmierten Lichtspiele beim Aufsperren erblickt hat, ist entweder spontan verliebt. Oder schüttelt einfach nur den Kopf. Wir entscheiden uns für Ersteres. Schließlich gibt es definitiv nur noch wenige Autos mit Alleinstellungsmerkmalen. Etwa einen analogen Zeitmesser als Blickfang, der sich beim Anlassen wie von Zauberhand aus dem Armaturenbrett dreht. Generell sitzt man im Innenraum des DS7 wie ein CEO in der Senator-Lounge. Traumhaft verarbeitetes Leder, wohin man blickt, dazu jede Menge Feinheiten, die man erst nach und nach wahrnimmt. Nüchtern betrachtet könnte man auch kritisieren, es ist ein wenig zu viel des Guten. Außer beim Kofferraum: Der ist mit 555 Litern nicht berauschend groß. Auch technisch bietet der DS7 Crossback raffinierte Lösungen. So wird der samtige 200-PS-Benziner von zwei E-Motoren mit jeweils 110 PS Leistung unterstützt. Je nach Fahrmodus schnurrt der DS damit lautlos durch den Stadtverkehr oder schickt bei Bedarf bis zu 300 PS an alle vier Räder. Ein Sportler wird aus dem Topmodell dennoch nicht, dazu liegt der Fokus viel zu sehr auf Stil. Während deutsche Hybrid-SUV meist die Zusatzpower der E-Motoren ins Zentrum rücken und vergleichbare Japaner subjektiv zu oft vom CVT-Getriebe eingebremst werden, bietet der DS7 einen eleganten Mittelweg.

Im Test: DS7 Crossback E-Tense 300 4x4

SUV, Vierzylinder-Benziner-Hybrid, Allrad, 8-Stufen-Automatik, 220 kW/300 PS, Verbrauch 1,3 l, CO2: 30 g/km, im Test 3,5 l, Preis ab 56.000 Euro, Testfahrzeug: 68.210 Euro.

Was gefällt:
Der Mut bei Design und Bedienung.

Was weniger gefällt:
Der E-Save-Modus schafft es nur bedingt, Strom für elektrisches Fahren zu sparen.

Was überrascht:
Wie gut der große DS ankommt.

Perfekt für:
Technikfreaks und Design-Avantgardisten.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2020 um 08:46 auf https://motor.sn.at/autotest/ds7-crossback-ein-auto-drei-motoren-92319568

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