Autotest

Fünf Türen: Dieser Mini ist ein Maxi

Trotz des größeren Platzangebots geht nichts von der typischen Mini-Charakteristik verloren.

Alltagstaugliche Sportskanone mit neuer Emerald-Grey-Lackierung. unv SN/michael unverdorben
Alltagstaugliche Sportskanone mit neuer Emerald-Grey-Lackierung. unv

Der Markenname sagt eigentlich schon alles: Mini weckt Assoziationen wie klein, niedlich, kurz oder quirlig. Doch inzwischen ist nicht mehr jeder Mini tatsächlich mini. Der Clubman, der Countryman und auch der Mini-Fünftürer bieten durchaus reichlich Platz und entspringen damit dem ursprünglichen Konzept.

Seit März 2018 steht der Fünftürer in einer überarbeiteten Version bei den Händlern. Die Motoreneffizienz gesteigert, das Getriebe mit Siebengang-Doppelkupplung ausgestattet - und das Platzangebot? Der Fünftürer ist um 16 Zentimeter länger als die Standardvariante und bringt es auf 3,98 Meter. Der Radstand wuchs um sieben Zentimeter, das Kofferraumvolumen von 211 auf 278 Liter. Die hinteren Türen bieten darüber hinaus ein komfortables Einsteigen. Passagiere im Fond laufen damit nicht mehr Gefahr, sich beim Einfädeln in die beengende zweite Sitzreihe die Bänder zu überdehnen.

Auf den vorderen Plätzen hat der Fünftürer indes nichts von der typischen Mini-Charakteristik verloren: Nach wie vor sitzt man tief und gut eingebettet wie in einem Kart und fühlt sich mit der Straße wie verbunden. Oft bedeutet ein größerer Radstand gleich weniger Dynamik - aber nicht bei Mini. Auch die Maxi-Variante ist straff abgestimmt und verspricht puren Fahrspaß. Das Motorengeräusch klingt kernig, das Getriebe ist knackig abgestimmt.

Neu sind einige Design-Elemente: "Very british" sind die LED-Heckleuchten im Union-Jack-Design. Vorn bieten die Scheinwerfer eine Matrix-Funktion für das Fernlicht. Und ein Mini ist künftig noch individueller zu gestalten: Im Onlineshop (yours-customised.mini) können Einbauteile ausgewählt, gestaltet und bestellt werden. Dabei kann zwischen verschiedenen Farben, Mustern, Oberflächen-Strukturen und Icons gewählt werden sowie selbst entworfene Texte und die eigene Unterschrift in das Design integriert werden. Auf Motorhaube und Gepäckraumklappe prangt bei allen neuen Modellen ab sofort das überarbeitete Mini-Logo. Das ist wesentlich klarer und schlichter gestaltet, in einem sogenannten zweidimensionalen "Flat Design".

Mehr maxi als mini, um das Wortspiel noch einmal zu bemühen, ist auch der Preis: Ab 19.900 Euro ist der Fünftürer zu haben (One, 75 PS). Das 136 PS starke Testmodell inklusive zahlreicher Extras, mit Speziallackierung (Emerald Grey Metallic) und im John-Cooper-Works-Look kostet stolze 41.913 Euro.

Technische Daten:

Mini Cooper Fünftürer

Motor/Fahrwerk

Dreizylinder-Benziner, Hubraum 1499 ccm, 100 kW/136 PS bei 4500 bis 6500 U/min, 220 Nm bei 1480 bis 4200 U/min, Sechsgangschaltung, Frontantrieb.

Ausstattungshighlights
John-Cooper-Works-Paket, Navigation Plus, Klimaautomatik, Start-Stopp, adapt. Fahrwerk, LED-Lichter etc.

Maße/Gewichte
L/B/H 3982/1727/1425 mm, Radstand 2567 mm, Laderaum 278 bis 941 Liter, 1265 kg,

zulässig 1710 kg. Tank: 40 l.

Fahren/Verbrauch
Spitze 207 km/h, von null auf 100 km/h in 8,2 Sek., Verbrauch: 6,1/4,5/5,0 l (CO2: 120 g), im Test 6,6 l.

Preis
Einstieg: 19.900 Euro, Testwagen inkl. Extras: 41.913 Euro.

Aufgerufen am 15.11.2018 um 04:54 auf https://motor.sn.at/autotest/fuenf-tueren-dieser-mini-ist-ein-maxi-39782053

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