Autotest

Koreas Kampfansage

Mit dem XCeed setzt Kia seine Offensive fort.

Kommt innen wie außen modern rüber: der Kia XCeed mit 204 PS.  SN/mrazek
Kommt innen wie außen modern rüber: der Kia XCeed mit 204 PS.

Preisfrage: Welche Marke hat in den vergangenen Jahren am meisten an Ansehen gewonnen? Einschlägigen Studien zufolge ist das ganz klar Kia. Und das jüngst vorgestellte Crossover-Modell XCeed schlägt als vorerst letzter Vertreter der Ceed-Baureihe voll in diese Kerbe. Der Eindruck, dass die koreanischen Ingenieure und Designer immer besser darin werden, den europäischen Geschmack zu treffen, bestätigt sich auch beim 4,4 Meter langen XCeed. Optisch behutsam auf Offroad getrimmt, nimmt der schmucke Koreaner voll den Schwung des anhaltenden SUV-Booms mit, ohne allerdings allzu ruppig zu wirken. Im Gegenteil: Geschickt ordnet man sich in der Wahrnehmung irgendwo in der erweiterten Golf-Klasse ein, deren Grenzen ja ohnehin schon lange nur noch schwer zu definieren sind. Womit wir auch schon bei der erklärten Zielgruppe des XCeed wären. Denn bekanntermaßen knabbert Kia mit wachsendem Erfolg an den Marktanteilen der europäischen Volumenhersteller. Auch der XCeed setzt auf die Erfolgsstrategie, die maßgeblich auf die Kombination aus guter Ausstattung, hochwertiger Verarbeitung, modernem Design und verlässlicher Technik setzt. Auffallend ist vor allem, mit wie viel Augenmaß es Kia schafft, in Bereichen wie der Bedienbarkeit der unzähligen Komfortfeatures das richtige Maß zu finden. Knöpfe, wo sie im Alltag sinnvoll sind, der Rest wird via Touch-Display gesteuert. Angenehm nimmt man auch wahr, dass die wachsende Flut an intelligenten Helferlein mit vergleichsweise viel Fingerspitzengefühl zu Werke geht. Ein wenig Aufholbedarf offenbart lediglich die Motorisierung. Die 204 PS des stärksten Benziners spürt man nur, wenn man beherzt aufs Gaspedal tritt und Drehzahlen nicht scheut. Tipp: Den XCeed gibt es auch als Plug-in-Hybriden mit 141 PS.

Im Test: Kia XCeed Platin 1.6 T-GDI

Crossover mit Vierzylinder-Benziner, Frontantrieb, 7-stufiges Doppelkupplungsgetriebe, 150 kW/204 PS, Verbrauch 7,1 l, CO2: 162 g/km, im Test 8,2 l, Preis ab 32.990 Euro.

Was gefällt:
Die Verarbeitung wie aus einem Stück.

Was weniger gefällt:
Für 204 PS fühlt sich der Motor müde an.

Was überrascht:
Dass ein Crossover-Modell so viel Charakter aufweisen kann.

Perfekt für:
Jeden, der viel Auto für eine vernünftige Menge Geld haben möchte.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2020 um 07:30 auf https://motor.sn.at/autotest/koreas-kampfansage-92319817

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