Autotest

Milde Sorte des Ford Kugas

Wie der Mild-Hybrid die Fahreigenschaften des Ford Kuga noch einmal verbessert.

Die dritte Generation des Ford Kuga bietet maximale Vielfalt.  SN/unv
Die dritte Generation des Ford Kuga bietet maximale Vielfalt.

Der Ford Kuga rollt in seiner dritten Generation vom Band - und nie war die Auswahl an Modellen größer. Von Trend bis Vignale reicht die Ausstattung, von Diesel über Benziner bis hin zur Hybridvariante die Antriebspalette. Wir fuhren den Kuga Mild-Hybrid mit einem 150 PS starken Turbodiesel, der elektrisch von rund 15 PS unterstützt wird. Mild-Hybrid? Nie gehört? Hier ist ein Ausweg aus dem Labyrinth der elektrischen Antriebsvarianten:

Die "milde Sorte" der Hybridantriebe verfügt über einen sogenannten Starter-Generator, also einen kleinen Elektromotor mit Batterie, der den Verbrenner bei der Arbeit auf unterschiedliche Arten unterstützen kann. Im Kuga verbessert er die Fahreigenschaften vor allem auf zwei Arten: Beim Beschleunigen sorgt der Mild-Hybrid für einen kleinen zusätzlichen Schub. Gleichzeitig spart er Sprit und damit auch Emissionen. Bei niedrigen Geschwindigkeiten, dem sogenannten Segeln, wird der Verbrennungsmotor in Mild-Hybrid-Fahrzeugen einfach abgeschaltet. Ein reiner Elektroantrieb ist damit zwar nicht möglich, dafür muss man sich - anders als bei Plug-in-Hybriden - keine Gedanken über die nächstgelegene Steckdose machen. Denn die Batterie wird automatisch durch das Bremssystem beim Ausrollen und Verzögern aufgeladen. Das funktioniert im Kuga so reibungslos, dass der unter der Kofferraumabdeckung verbaute Elektromotor stets unbemerkt arbeitet. Überhaupt gibt es in Sachen Fahreigenschaften in der dritten Generation des Ford Kuga nur Kaufargumente: Erstmals an Bord gibt es an der Mittelkonsole einen selektiven Fahrmodus-Schalter mit fünf unterschiedlichen Fahrprogrammen. Ausgestattet ist das universelle SUV darüber hinaus mit zwölf Ultraschallsensoren, drei Radarsystemen und zwei Kameras, die das Fahren erleichtern und größtmögliche Sicherheit gewährleisten sollen. Was das Design betrifft, wirkt der seit seinem Debüt 2008 in Europa mittlerweile über eine Million Mal verkaufte Kuga wesentlich runder, moderner und damit auch erwachsener.

Im Test: Ford Kuga 2,0 EcoBlue Hybrid ST-Line

Mild-Hybrid-SUV mit Vierzylinder-Turbodiesel, 1996 ccm Hubraum, 110 kW/150 PS, E-Motor mit 11,5 kW/15,6 PS, Frontantrieb, Sechsgang, Verbrauch 5,0 l (lt. Werk, 5,9 l im Test), CO2: 135 g/km, Preis ab 32.067 Euro, Testfahrzeug mit Extras: 41.450 Euro.

Was gefällt:
Dass jetzt auch Ford "elektrisiert".

Was weniger gefällt:
Die Vordersitze bieten wenig Seitenhalt.

Was überrascht:
Wie effizient der Mild-Hybrid arbeitet.

Perfekt für:
Stadt & Land - der Ford Kuga bleibt auch als "milde Sorte" ein echter Allrounder.

Aufgerufen am 27.10.2020 um 05:03 auf https://motor.sn.at/autotest/milde-sorte-des-ford-kugas-93490918

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