Motorrad

Gleiten statt hetzen mit dem Vässla Bike

Mit dem Vässla Bike in der Stadt unterwegs. Mischung aus Scooter und E-Bike bringt Mobilität in urbane Zonen.

Macht vor allem im urbanen Bereich eine gute Figur: Vässla Bike aus Schweden. SN/berhard schreglmann
Macht vor allem im urbanen Bereich eine gute Figur: Vässla Bike aus Schweden.

Wie bezeichnet man dieses Fahrzeug eigentlich? Scooter? Nein, ist ja nicht zum Treten! E-Bike? Nein, es hat ja keine Pedale! Bike? Ja, sagt Hersteller Vässla, auch wenn das ungenau definiert ist.

Kein Stauraum, dafür ist man flott unterwegs

Also Vässla Bike - okay. Der erste optische Eindruck: lässig-tolles Design. Die Linienführung und das Schwarz der Lackierung machen einen coolen Eindruck, man wird deshalb auch von Menschen auf der Straße angesprochen. Vässla, das ist ein schwedischer Hersteller von Elektrorollern. Übersetzt heißt das Wort "Wiesel" und das passt auch gut zum Bike. Man ist flott unterwegs, aber nie in der Versuchung, Rennen zu fahren. Bei 25 km/h regelt der in der Hinterachse platzierte Motor aus gesetzlichen Gründen automatisch ab, das bleibt auch so, wenn man bergab fährt. Drei Geschwindigkeitsstufen gibt es, alles ist auf einem kleinen Display übersichtlich angeordnet. Ein "Hauptschalter" unten am Rahmen schaltet das Vässla Bike ein, leider kann man diesen Schalter aber nicht versperren, weshalb der Diebstahlschutz über ein herkömmliches Fahrradschloss erfolgen muss. Das ist ein bisschen unpraktisch, weil es keinen Stauraum und keine Montagemöglichkeit dafür gibt.

Highlight: Sitzfederung

Dafür sorgen die luftgefüllten 14-Zoll- Reifen für ausreichende Laufruhe bei gleichzeitig extrem hoher Wendigkeit, das ist sehr praktisch im innerstädtischen Verkehr oder in Fußgängerzonen. Das Highlight schlechthin: die Sitzfederung. Beim Vässla Bike braucht man sich keine Sorgen um die Bandscheiben zu machen, der ungewöhnliche, aber praktisch geformte Sattel schwingt bei Unebenheiten nach.

Der Li-Ionen-Akku ist unter dem versperrbaren Sattel im Rahmen untergebracht, lässt sich mit einem Griff zum Laden herausnehmen. Die Reichweite liegt bei warmem Wetter bei rund 40 Kilometern. Die LED-Beleuchtung sorgt für sehr gute Sichtbarkeit, gerade wenn die Tage kürzer werden. Ein Doppelständer garantiert stabiles Abstellen.

IM TEST



Vässla Bike


Monatliche Miete über den Vässla-Club: vassla.de. Onlinekauf: 1995 Euro.

Was gefällt:
Design, Wendigkeit, Federung, LED-Lichter.

Was weniger gefällt:
Mangelnde Staumöglichkeiten.

Was überrascht:
Luftreifen, Scheibenbremsen.

Perfekt für:
Stadtverkehr, autofreie Zonen, aber auch Betriebsgelände, Marinas etc.

Aufgerufen am 29.11.2021 um 08:49 auf https://motor.sn.at/motorrad/gleiten-statt-hetzen-mit-dem-vaessla-bike-112564021

Kommentare

Schlagzeilen