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25 Jahre Boxster - Porsche feiert ein Jubiläum

Porsche begeht 25 Jahre Boxster mit einem limitierten Sondermodell. 1996 gelang der Marke mit dem günstigsten Porsche der Turnaround.

Porsche und Zell am See, das ist Ursprung und Gegenwart zugleich. So schickte es sich vortrefflich, dass das Sondermodell zum Jubiläum der 25-jährigen Erfolgsgeschichte Boxster im winterlichen Pinzgau präsentiert wurde - von den Markenbotschaftern Walter Röhrl und Aksel Lund Svindal (dessen kurzer Versuch als Skijöring-Artist ohne Verletzung abging) sowie von Produktions- und Logistik-Vorstand Albrecht Reimold. Der konnte von einem Stillstand im Werk Leipzig (wegen Lieferschwierigkeiten durch das Schneechaos in Mittel- und Norddeutschland, nicht wegen der Pandemie) und von einer abenteuerlichen Anreise aus Stuttgart ("Ich musste an der Grenze fünf Dokumente vorweisen") berichten, war aber dann sichtlich stolz auf die Bilanz des ersten Vierteljahrhunderts des Boxsters.

"Als Porsche 1992 in arge wirtschaftliche Schieflage gekommen war, musste gehandelt werden. So kam der Beschluss einer neuen Baureihe", berichtete Reimold. Außerdem waren die Produktionskosten für 911, 944, 968 und 928 zu hoch. Mit dem Boxster wollte Porsche ein jüngeres Publikum gewinnen und mit dem Modell dennoch die Tradition des 911ers und des Urahnen 550 Spyder/718 aus den 1950er-Jahren hochhalten.

Der erste Porsche Boxster erschien 1996

1993 wurde eine Studie auf der Autoshow in Detroit präsentiert, die viel Resonanz auslöste. 1996 war der Boxster zum Debüt bereit. 25 Jahre später hält die Reihe in vierter Generation (seit 2016) bei mehr als 357.000 Einheiten. Reimold: "25 Jahre nach der Premiere ist diese Baureihe aus unserem Portfolio nicht mehr wegzudenken." Der Boxster war also der erste Retter der Stuttgarter, dem einige Zeit später der Cayenne als Türöffner in völlig neue Kunden- und Absatzdimensionen folgen sollte.

Das limitierte Sondermodell

Gefeiert wird das Jubiläum mit einem auf 1250 Stück limitierten Sondermodell, das auf dem GTS mit dem 400 PS starken Vierliter-Sechszylinder-Boxer basiert. Dabei wurden Designelemente in Anlehnung an die Studie von 1993 genutzt, mit "Neodyme", einem kupferartig schimmernden Braun, ist eine Farbe wie 1993 als Kontrast zur Grundfarbe Silbermetallic im Angebot, dazu gibt es noch Carraraweiß- und Tiefschwarzmetallic. Auch das Stoffverdeck (mit Schriftzug "Boxster 25") ist mit dem bordeauxroten Leder an das Original angelehnt. Selbstverständlich sind umfangreiche Assistenzsysteme an Bord. Dass auch 0,3 Prozent ein Grund zur Freude sein können, bestritt der Markenleiter von Porsche in Österreich, Helmut Eggert, keineswegs. Denn um so viel konnte Porsche den Absatz im Coronajahr 2020 steigern (auf 1375 Stück, davon 162 des elektrischen Supersportlers Taycan), als eine von nur drei Marken. 2373 Boxster wurden bisher bei uns verkauft. Der Ausblick von Eggert auf 2021 ist durchaus optimistisch: "Wenn die Pandemiemaßnahmen nicht noch restriktiver werden, erwarten wir 1400 Stück und damit ein sehr gutes Jahr."

Das Sondermodell Boxster 25 ist schon bestellbar, kann ab Ende März ausgeliefert werden und kostet ab knapp unter 120.000 Euro. Der Einstieg in die Boxster-Welt (718, manuelle Schaltung) beginnt bei 69.951 Euro.

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