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Audi: Sportliches aus Ingolstadt von A bis R

Audi verpasst dem A1 noch mehr Oberklasse-Features. Und am anderen Ende der Produktpalette legt der R8 noch an Leistung zu.

Dass Kleine weniger zu bieten haben als Mittlere und Große, ist bei vielen Autoherstellern längst passé. Denn gute Ausstattung ist nicht auf obere Segmente beschränkt. Aktuellstes Beispiel ist die neue Generation des kleinsten Audi. Der A1 wird aufgewertet, und in Zeiten der causa prima wird nicht auf die Dieselproblematik eingegangen, sondern es werden die Gene betont - und die sind sehr sportlicher Natur.

Audi hat die Silhouette des A1 um einige Millimeter niedriger und schmäler gestaltet, aber die Länge samt Radstand etwas gestreckt. Mit ausgestellten Radkästen, neuer Zeichnung der Frontpartie (vor allem des Grills) und durchgezogenen Seitenlinien soll der A1 muskulöser und sportlicher auftreten. Und wer besonders detailverliebt ist, sollte wissen: Die drei flachen Schlitze an der Motorhaube erinnern an das Design des legendären Sport quattro. Nur dumm, dass die übliche Käuferschicht des A1 - jung, urban, mehrheitlich weiblich - mit dem Rallyegeschoss der 1980er-Jahre wohl kaum etwas anfangen kann.

Premium wird auch innen betont: Digitales Cockpit, drei attraktive Ausstattungslinien, neuestes Infotainment wie in der Oberklasse, Sprachsteuerung, Vernetzung gehören da zum neuen Muss. Und wer auf Sound (innen) steht, bekommt Bang-&-Olufsen-Premiumsound mit 3D-Klang, elf Lautsprechern und 560 Watt Leistung - den Konzertsaal auf vier Rädern, den Sie schon immer wollten …

Für Vortrieb sorgen vier neue TFSI: Turbo, Direkteinspritzung und Otto-Partikelfilter sind selbstverständlich. Die Palette reicht von 95 bis 200 PS. In Österreich (Marktstart Ende November) steht zuerst der 116-PS-Dreizylinder (1,0) zur Verfügung, später kommen der 1,5-Liter-Vierzylinder (150) mit Zylinderabschaltung und die 200-PS-Version. Kurz nach Markteinführung kommt auch die 95-PS-Dreizylinder-Basismotorisierung. Für alle Motoren gibt es eine Sechsgangschaltung oder ein Siebengang-DSG (Sechsgang-DSG bei 200 PS). Die Preise beginnen bei 22.700 Euro für den Sportback, der nun einzig angebotene Karosserieform ist.

Ist der A1 ein Massenprodukt (in Österreich mit 16.705 verkauften Stück seit Einführung der ersten Generation im August 2010 bis Oktober 2018), so besetzt der R8 für Audi die Nische hochkarätiger Sportwagen, in der sich noch Porsche 911, Mercedes AMG GTS, Lamborghini Huracán, Aston Martin, Nissan GT-R und die Corvette tummeln. Die Nachfrage nach Luxussportwagen wächst in Österreich seit 2015; damals wurden 269 Stück neu zugelassen, heuer sind es in den ersten zehn Monaten schon 607. Vom R8 fanden 233 der ersten Generation (2007-2015) und seit Oktober 2015 27 der zweiten Abnehmer bei uns.

Nun wird der R8 deutlich nachgeschärft. Beide Motorvarianten für Coupé und Spyder bekommen mehr Leistung aus dem - ja, es gibt ihn bei Audi und Lamborghini immer noch, den V10-Sauger! Die Basisversion leistet nun 570, die Performance- (früher Plus-)Variante 620 PS. Dass der R8 ein für die Straße modifizierter Rennwagen ist, beweisen die 50 Prozent der Teile, die baugleich mit der GT3-Rennversion sind. Nicht nur der Antrieb wurde überarbeitet, auch beim Design und Fahrwerk gab es Verbesserungen. Optional ist die Dynamiklenkung für den feinen Unterschied verfügbar.

Markteinführung wird Anfang 2019 sein, die Preise stehen noch nicht fest.

Aufgerufen am 16.12.2018 um 08:52 auf https://motor.sn.at/news/audi-sportliches-aus-ingolstadt-von-a-bis-r-61341514

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