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Das Auto macht Mittagspause

Zwischen 16. Juli und 17. August wird die Salzburger Innenstadt für Autos gesperrt. Die Regelung gilt von 10 bis 14 Uhr. Hier die vielen Ausnahmen und noch mehr Alternativen.

Der Countdown läuft und schon bald werden wir wissen, wie gut die verkehrsberuhigte Altstadt in der Praxis "funktioniert". Von Montag, 16. Juli, bis Freitag, 17. August, tritt heuer erstmals die so genannte "Mittagsregelung" für die Altstadt in Kraft.

Gemeint ist, dass in diesem Zeitraum werktags zwischen 10 und 14 Uhr die Einfahrt und Durchfahrt in die Altstadt bei Neutor und Müllner Hügel nicht möglich ist, sowie altstadtseitig ein Rechtsabbiegeverbot an der Staatsbrücke Richtung Hanuschplatz besteht. "Es geht darum, den Durchzugsverkehr einzudämmen und so das besondere Flair der Altstadt noch besser erlebbar zu machen", sagt Inga Horny, Chefin des Altstadt Verbands. "Auch wenn wir bekanntlich gegen die Sperre der Innenstadt sind, so wollen wir trotzdem, dass unsere Gäste davon nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb unterstützen wir alle Bemühungen, um auf Parkmöglichkeiten und Verkehrswege hinzuweisen", so Julius Schmalz, Präsident der Salzburger Wirtschaftskammer.

Polizei wird innerhalb der Zone kontrollieren"Einfahrt-verboten-Schilder" informieren jene Besucher, die per Auto kommen, über das zwischenzeitliche Verkehrskonzept. Um das Projekt politisch durchsetzbar zu machen, hat die Stadt zahlreiche Ausnahmen vorsehen müssen. Hotelgäste und Sonderberechtigungsbesitzer sind dabei, Menschen, die in der Fußgängerzone arbeiten, Taxis, Busse und Lieferservices, genauso wie einspurige Fahrzeuge. Sie alle dürfen passieren. Ausfahrten sind jederzeit möglich, genauso wie ein Durchfahren der Innenstadt über Schwarzstraße und Rudolfskai bzw. Imbergstraße und Schwarzstraße.

Postbus verkürzt Takte auf "touristischen" RoutenVielleicht trägt dieser Versuchsballon auch dazu bei, dass der eine oder andere attraktive Alternativen zum Auto entdeckt. Denn diese gibt es. So hat beispielsweise der Postbus seinen Beitrag geleistet und die Takte der touristisch relevantesten Verbindungen von einer Stunde auf eine halbe Stunde reduziert. Postbus-Regionalmanager Gernot Hubner: "Die Taktverdichtung aus Thalgau bzw. St. Gilgen bietet während der Mittagsregelung ein verbessertes Service für unsere Fahrgäste und entlastet die Stadt im östlichen Einzugsbereich."

Auch die S-Bahn bringt Gäste von außerhalb schnell ins Stadtzentrum. Klimatisierte Niederflurzüge, durchgängige Taktverkehre und auf die Zugfahrpläne abgestimmte Busanschlüsse sind ihre Stärken. Die Anbindung an die Altstadt läuft über die 2009 eröffnete Haltestelle Salzburg-Mülln. Sie hat sich mit einer Tagesfrequenz von 1700 Ein- und Aussteigern sehr gut entwickelt. Erich Fercher, Regionalmanager der ÖBB: "Die S-Bahn ist das ideale Verkehrsmittel um schnell, günstig, komfortabel und ohne Stau aus der Region in die Stadt zu kommen."

Vor allem innerstädtisch gilt die S-Bahn als Geheimtipp. Die Fahrzeit beträgt etwa von Salzburg-Sam nach Mülln/Altstadt sensationelle neun Minuten oder von Parsch in die Altstadt 13 Minuten. Und wer von den Salzburgern es sportlich liebt, kann sich auch mit dem Rad oder zu Fuß in den Stadtkern bewegen. Besucher von außerhalb sollten wissen, dass vom Park & Ride Messe im 5-Minuten-Takt ein Bus in die Altstadt geht. Während diesem Zeitraum werden günstige Tarife angeboten.

Zuletzt sei ein Hinweis auf die Parkgaragen in der Mozartstadt erlaubt. "Die Parkgaragen bleiben freilich alle weiter erreichbar", sagt Alfred Denk, Geschäftsführer von der Salzburger Parkgaragen GmbH. Autofahrern empfiehlt sich generell auch ein Blick auf die Tafeln des elektronischen Parkleitsystems. Sie sind an den Einfahrtsstraßen installiert und vermelden, in welcher Garage aktuell noch wie viele Parkplätze frei sind. "So können wir die Autos in die für sie nächst gelegene freie Garage begleiten", erklärt Thomas Forsthuber von der Contipark das Prinzip. Sie sehen also: Es braucht Information, aber auf einen Besuch der Salzburger Altstadt verzichten braucht mit Sicherheit auch heuer niemand.

Weitere Infos unter:
Tel.-Hotline: 0662/8072-3191
oebb.at
svv-info.at

Quelle: SN

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