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Der ID.5 ist Volkswagens neue Elektro-Spitze

Mit dem ID.5 GTX bringt VW sein bis dato potentestes Strommodell. Neben knapp 300 PS beeindruckt das SUV-Coupé vor allem mit seinen inneren Werten.

Ein echter Meilenstein in Sachen Design und Software-Fähigkeiten: der VW ID.5. SN/vw
Ein echter Meilenstein in Sachen Design und Software-Fähigkeiten: der VW ID.5.

Wer ID.3 und ID.4 sagt, muss irgendwann auch ID.5 sagen. Schön langsam komplettiert Volkswagen die Nomenklatur seiner vollelektrischen Pkw-Modelle auf Basis des modularen Elektrobaukastens. Nach dem Startschuss in Form des kompakten Golf-Pendants ID.3 und dem elektrischen Kompakt-SUV ID.4, das sich markenintern am ehesten mit dem konventionell betriebenen Tiguan vergleichen lässt, folgt nun mit dem ID.5 der nächste Schritt.

Der Vorverkauf des im Vorjahr präsentierten SUV-Coupés läuft bereits seit Anfang des Jahres, bis die ersten Modelle auf die heimischen Straßen kommen, wird es aber mindestens noch bis Mitte Juni dauern. Technisch ist der ID.5 eng mit dem SUV ID.4 verwandt - no na net, möchte man sagen. Und doch wirkt der 4,59 Meter lange und 1,61 flache ID.5 gänzlich anders als die bisher bekannten Elektrobrüder.

Das Design des ID.5 hat sich deutlich weiterentwickelt

Es mag daran liegen, dass man sich mittlerweile an das anfänglich noch sehr ungewohnte Design der vollelektrischen VWs gewohnt hat. Auf jeden Fall hat sich das Design der Marke anhand des ID.5 deutlich weiterentwickelt. Während man als kritischer Geselle bei den kleineren Brüdern relativ schnell Perspektiven findet, aus denen die an und für sich gelungene Formsprache ein wenig abfällt, wirkt der ID.5 rundum gelungen und wie aus einem Guss. Erleichtert wird diese Übung durch die augenschmeichelnde Coupé-Form, die auf den ersten Blick fast vergessen lässt, dass es sich um ein echtes Elektrobröckerl mit einem Leergewicht jenseits der 2,1 Tonnen handelt.

Drei potente Motorisierungen

Damit beim gepflegten Dahinstromern keine Langeweile aufkommt, hat VW dem ID.5 vom Start weg gleich drei äußerst potente Motorisierungen verpasst. Leistungsmäßig macht der ID.5 Pro mit 174 PS und Heckantrieb den Anfang, darüber folgt der Pro Performance mit 204 PS. Analog zum ID.4 bildet die Allradvariante GTX die Spitze: Mit je einem E-Motor an Vorder- und Hinterachse schickt dieser satte 299 PS an alle vier Räder. Verschiedene Fahrmodi beeinflussen Antrieb, Fahrwerk und Lenkung auf Knopfdruck wahlweise in Richtung Komfort oder Sport. Die dabei mögliche Spreizung beeindruckt. Fast hat man dabei den Eindruck, in verschiedenen Fahrzeugen zu sitzen. Beim Energiespeicher setzt man mit dem großen 77-kWh-Akku vorerst auf Einheitsware. Laut WLTP-Norm kommen die beiden "kleineren" Motorisierungen bis zu 512 Kilometer weit, beim GTX sollen bei gemäßigter Fahrweise maximal 486 Kilometer ohne Nachladen möglich sein. So richtig eines drauflegen kann der ID.5 bei den inneren Werten - und damit sind nicht nur die 549 Liter Kofferraumvolumen, die sich mittels Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1561 vergrößern lassen, gemeint. Eine echte Sonderstellung erhält der ID.5 vor allem durch die neue Software-Generation 3.1, die neben zahlreichen Verbesserungen auch einige echte Gamechanger in Sachen Komfort und Effizienz mit sich bringt. Allem voran verkürzt die maximale Ladeleistung von 135 kW die Ladezeit von fünf auf 80 Prozent der Akkukapazität um neun Minuten. In unter 30 Minuten kann der ID.5 so an Gleichstromstationen genug Energie für weitere 390 Kilometer nachladen, der GTX kommt in 36 Minuten auf 320 Kilometer.

Der VW ID.5 ist immer in der Spur

Ein Quantensprung ist den VW-Ingenieuren (oder vielmehr Programmierern) mit dem optionalen "Travel Assist mit Schwarmdaten" gelungen: Dieser ermöglicht nicht nur erstmals den assistierten (also quasi selbstständigen) Spurwechsel auf Autobahnen; stimmt man der Nutzung der sogenannten Schwarmdaten zu, braucht das System lediglich eine Fahrbahnbegrenzung, um die Spur zu halten. Witzig und bei engen Einfahrten eine echte Alltagserleichterung ist die Memory-Funktion für das selbstständige Einparken. Vorausgesetzt, man hat die kurze Strecke zuvor abgespeichert.

Die Preise beginnen bei 52.060 Euro für das Pro-Modell mit 174 PS, der Pro Performance kostet ab 53.680, der GTX ab 59.900 Euro.

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