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Polestar zeigt elektrischen Roadster

Mit dem Konzeptfahrzeug O2 zeigen die Schweden ihre Premiumambitionen. Serienfertigung eines Elektrocabrios nicht vor 2025, SUV Polestar 3 noch in diesem Jahr.

Zukunftsvision der jungen Elektromarke aus Schweden: die Studie Polestar O<Tiefstellen>2</Tiefstellen>. SN/polestar
Zukunftsvision der jungen Elektromarke aus Schweden: die Studie Polestar O2.

Neue Elektroautos, wohin man blickt - und gefühlt 90 Prozent davon sind SUVs. Geht es nach der Volvo-Schwestermarke Polestar, soll sich das zumindest mittelfristig ändern. Mit dem Konzeptfahrzeug O2 präsentierten die Schweden diese Woche die Studie eines vollelektrischen Hardtop-Cabrios, das einen konkreten Ausblick auf die langfristige Modellplanung des selbst ernannten Porsche-Konkurrenten bieten soll.

Beim Design orientiert sich der O2 an der Studie Precept, die 2025 als Polestar 5 auf den Markt kommen wird, sendet mit seinen klassischen Sportwagen-Proportionen vor allem aber ein deutliches Signal in Richtung des hochpreisigen Premiumsegments. Während bei den Sportmodellen der Konkurrenz Themen wie Fahrperformance oder hochwertige Fahrwerkkomponenten im Vordergrund stehen, thematisiert man bei Polestar lieber die Nach- haltigkeit des als "Hero-Car der Marke" vorgestellten Boliden. Ein Thema dabei ist die bewusste Reduktion auf nur ein einziges Material zum Zwecke der einfacheren Recyclefähigkeit. So kommt im Innenraum ausschließlich wiederverwertetes Polyester in Form von Schaum, Klebstoff, 3D-Strickfasern und Vlieslaminierung zum Einsatz. Damit sollen nicht nur Gewicht und Abfall reduziert, sondern auch ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft gemacht werden. Gleiches gilt auch für die neuartige Aluminiumplattform des O2. Spätestens 2030 will man bei Polestar so weit sein, Neufahrzeuge zu 100 Prozent klimaneutral zu produzieren.

Pläne der nächsten Jahre

Weniger dem Klimaschutz als vielmehr dem Spieltrieb geschuldet ist hingegen eine im Heck des Fahrzeugs integrierte autonome Videodrohne. Eine spezielle Tragfläche hinter den Rücksitzen erlaubt dem Fluggerät, während der Fahrt abzuheben und dem Auto bis zu einer Geschwindigkeit von 90 km/h selbstständig zu folgen. Ungeachtet derartiger Spielereien ließ Thomas Ingenlath im Online-Pressegespräch keine Zweifel an der Bedeutung des Konzeptfahrzeugs, wenngleich er zur möglichen Serienfertigung des ersten reinen Sportwagens der Marke keine verbindlichen Angaben machen wollte. "Der O2 bildet die technische Basis dafür, um solche Fahrzeuge in Zukunft wirklich bauen zu können. Aktuell ist ein Roadster in unserem Businessplan nicht enthalten, doch wir werden sehen, was danach kommt", so der langjährige Volvo-Chefdesigner, der seit 207 zudem auch CEO der Schwestermarke Polestar ist.

"Die Zukunft von Premiumfahrzeugen ist ganz klar elektrisch." Thomas Ingenlath, CEO Polestar

In den kommenden drei Jahren plant Polestar jährlich ein neues Elektrofahrzeug, beginnend mit dem Performance-SUV Polestar 3 noch in diesem Jahr. 2023 soll dann der Polestar 4 folgen, ein kleines elektrisches Performance SUV-Coupé. Für 2025 ist schließlich die Markteinführung des Polestar 5 geplant. Der viertürige GT stellt die Weiterentwicklung der Studie Precept dar, die 2020 vorgestellt wurde.

Die Chancen, dass der O2 nach 2025 den Weg in die Serie findet, sind also intakt. Eine Absage erteilt der Polestar-Chef allerdings Spekulationen über ein Kompaktmodell: So bleibt der Polestar 2 bis auf Weiteres das kleinste Auto im Portfolio.

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