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Porsche investiert in zukunftsweisende Akku-Technologie

Der Sportwagenhersteller kauft um 100 Millionen Dollar Anteile am US-Start-up Group14 Technologies.

Der Sportwagenhersteller Porsche investiert massiv in Akku-Technologien. SN/porsche
Der Sportwagenhersteller Porsche investiert massiv in Akku-Technologien.

In Sachen Akkus geht Porsche innerhalb des Volkswagen-Konzerns immer öfter eigene Wege. Nach der Ankündigung im Vorjahr, eine eigene Hochleistungsbatteriezellen-Fabrik zu bauen, sichert sich das Unternehmen nun mit einer direkten Beteiligung eine innovative und besonders leistungsfähige Zelltechnologie für die zukünftigen Modelle. "Die Batteriezelle ist der Brennraum der Zukunft. Unser Ziel ist es, im weltweiten Wettbewerb um die leistungsstärkste Batteriezelle zu den führenden Unternehmen zu gehören", sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT der Porsche AG.

Mit neuem Know-how Innovationssprung bei Akku-Technologie

Wie das Unternehmen diese Woche mitteilte, beteiligt man sich mit rund 100 Millionen US-Dollar am US-amerikanischen Unternehmen Group14 Technologies. Bei dem Unternehmen mit Sitz in Woodinville, Washington, handelt es sich um einen Hersteller von Silizium-Kohlenstoff-Technologie für Lithium-Ionen-Batterien. Mit dem neuen Know-how erhofft man sich einen großen Innovationssprung bei der Akku-Technologie: Die Chemie der neuen Zellen setzt auf Silizium als Anodenmaterial. Dieses kann die Energiedichte gegenüber aktuellen Serienbatterien erheblich steigern. Somit können die Batterien der Zukunft bei gleicher Größe mehr Energie speichern - und damit eine größere Reichweite als heute am Markt befindliche Batterien bieten. Die neuartige Chemie verringert zudem den Innenwiderstand der Batterie. Dadurch kann diese bei der Rekuperation mehr Energie aufnehmen und zugleich schneller geladen werden.

"Die charakteristischen Eigenschaften der neuen Zellchemie - Schnellladen, hohe Performance und geringes Gewicht - zahlen unmittelbar auf den Markenkern von Porsche ein. Sie sind praktisch deckungsgleich mit den Entwicklungszielen, die wir unseren künftigen Elektro-Sportwagen ins Lastenheft schreiben", ergänzt Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Porsche.

Ziel ist Batterieleistung zu verbessern

Künftig wird Group14 auch die Cellforce Group aus Tübingen beliefern, an der Porsche mehrheitlich beteiligt ist. Das Joint Venture will von 2024 an in Deutschland selbst entwickelte Hochleistungsbatteriezellen mit Siliziumanoden für Kleinserien, Motorsport und High-Performance-Fahrzeuge herstellen. Die Cellforce-Batteriezellen werden voraussichtlich in elektrisch angetriebenen Porsche-Fahrzeugen mit Hochleistungsantriebsstrang zum Einsatz kommen. Neben Porsche beteiligen sich an der aktuellen Finanzierungsrunde mehrere andere Unternehmen - von globalen Finanzinvestoren bis hin zu strategischen Investoren aus der Batterieindustrie. "Group14 hat sich zum Ziel gesetzt, die Leistung heutiger Lithium-Ionen- und zukünftiger Festkörperbatterien zu verbessern, um die globale Energiewende zu beschleunigen", so Rick Luebbe, CEO von Group14.

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