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Porsche minimiert ökologischen Fußabdruck

Porsche ist auf dem Weg zur "Zero Impact Factory". Mit der Umstellung auf E-Fahrzeuge wird bei Porsche auch die Produktion CO2-neutral.

Für die Produktion des Taycan baute Porsche eine neue CO<Tiefstellen>2</Tiefstellen>-neutrale Produktionshalle. SN/porsche
Für die Produktion des Taycan baute Porsche eine neue CO2-neutrale Produktionshalle.

Dass Elektroautos für sich genommen kein Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel sind, ist mittlerweile bekannt. Zwar kommen Fahrzeuge mit
E-Motor und leistungsstarken Batterien lokal ohne Emissionen aus. Jedoch muss der individuelle Strommix beim Laden ebenso mit in die CO2-Rechnung aufgenommen werden wie sämtliche Ressourcen, die für die Produktion notwendig sind. Auch das Thema Recycling spielt für die Gesamtbilanz eine gewichtige Rolle.

Immer mehr Hersteller nutzen deshalb die laufenden Vorbereitungen auf neue Elektromodelle, um die Produktionsprozesse auf mögliche Verbesserungspotenziale zu durchleuchten. Ein gutes Beispiel dafür ist Porsche.

Nachhalitgkeit spielt für Porche ein wichtige Rolle

Derzeit entsteht am Porsche-Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen ein neues Werk samt der dazugehörigen Infrastruktur für den Taycan, der seine Weltpremiere im September auf der IAA in Frankfurt feiern wird. Gesamtkosten: 700 Millionen Euro. "Nachhaltigkeit ist ein großes Bild, das sich aus vielen einzelnen Elementen zusammensetzt", so Produktionsvorstand Albrecht Reimold. "Wir verfolgen fest
unser Ziel: Die Produktion von Sportwagen, frei von jeglichem ökologischem Fußabdruck. Der Taycan wird als erster Porsche vom Start weg CO2-neutral produziert."

Porsche Taycan - das erste reine E-Modell der Automarke

Das Interesse am ersten reinen E-Modell der Marke, dem Taycan, übersteigt schon jetzt die 15.000 Vorbestellungen. Offenbar rechnet man mit einer Produktion von 40.000 anstatt der bisher geplanten 20.000 Einheiten pro Jahr. Die ausreichende Lieferfähigkeit der Batteriepartner werde "durch den Konzern gehandhabt und sichergestellt", sagte Albrecht Reimold den SN und erklärte weiter: "Wir können die Produktion durch arbeitsorganisatorische Maßnahmen erhöhen, wenn es nötig wird."

Anwendung einer neuen Oberflächentechnologie

Doch nicht nur die Fahrzeuge und deren Produktion, auch die Fabriken selbst tragen bei Porsche zum Klimaschutz bei. So wird bei der neuen "Zero Impact Factory" für den Taycan erstmals eine stickstoffdioxidschluckende Oberflächentechnologie eingesetzt. Konkret handelt es sich dabei um mit Titandioxid beschichtete Aluminiumfassadenelemente. Die Beschichtung wirkt dabei als Katalysator und spaltet bei Sonneneinstrahlung und bereits geringer Luftfeuchtigkeit die aufgenommenen Schadstoffpartikel in die unschädlichen Bestandteile Wasser und Nitrat. In einem ersten Pilotprojekt testet Porsche die das NOx absorbierende Hightechfassade auf einer 126 Quadratmeter großen Fläche. Die Größe ist dabei vergleichbar mit der von zehn Parkplätzen. In Sachen Luftreinigung soll die Anlage eine Leistung erbringen wie zehn Bäume. Porsche-Vorstand Albrecht Reimold: "Wenn die Auswertung der Ergebnisse unsere Erwartungen bestätigt, steht dem Einsatz dieser Oberflächentechnologie an weiteren Gebäuden und Flächen nichts im Wege." Der rein elektrische Porsche Taycan wird Ende 2019 auf den Markt kommen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 21.11.2019 um 10:36 auf https://motor.sn.at/news/porsche-minimiert-oekologischen-fussabdruck-65246347

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